Die Liste war der Beschlüsse war lang - das Ergebnis lässt sich aber kompakt zusammenfassen: Beim Thema Müll und Recycling wird sich bis 2026 im Landkreis nichts ändern. Man bleibt dem bisherigen Konzept treu und auch im Abfuhrrhythmus. Das beschloss der Kreistag gestern in seiner Sitzung.
In den Nachbarlandkreisen Kronach und Coburg hatte man sich über eine System informiert, bei dem ein Transponder in der Mülltonne erkennt, wie oft sie geleert wird. Auf Basis dieser Daten wird dann abgerechnet.
Doch die Einführung würde mindestens 800 000 Euro kosten, sagte Wolfgang Schneider, Leiter des Bereichs Abfallwirtschaft. Der Landkreis Kronach stellte sogar extra einen Mitarbeiter ein, der das System betreut.
Auch die Reihenfolge der Leerungen wird sich nicht ändern. Zweimal graue Tonne, dann die grüne Altpapiertonne, dann wieder zweimal die graue Tonne. Eine Biotonne wird es auch künftig nicht geben.


Lösung für Schney

Auch in Schney soll es bald wieder einen Wertstoffhof geben. Der bisherige Standort musste aufgegeben werden, um Platz für die stark expandierende Firma Concept Laser zu bekommen. Die Stadt Lichtenfels habe drei geeignete Grundstücke gefunden und plane, eines davon zu kaufen, sagte Landrat Christian Meißner (CSU). Der Landkreis werde das Gelände dann pachten. "Ich bin optimistisch, dass die Schneyer ihr Grüngut im der kommenden Saison wieder vor Ort abgeben können."
Kreisrat Christian Barth (JB) sprach ein anderes Problem an. Die Problemmüllsammlungen fänden oft an unglücklichen Terminen statt, etwa mittwochs über Mittag. Doch für diese Sammlungen ist der Abfallzweckverband zuständig, nicht der Landkreis. Trotzdem will man das Thema dort ansprechen. kdm