Am nächsten Montag ist es soweit: In Coburg findet zum ersten Mal das Festival contre le Racisme statt, organisiert vom Verein Alternative Kultur. Auf die Besucher wartet vom 10. bis 22. Oktober ein vielfältiges Programm mit Theater, Vorträgen, Workshops und Konzerten, bei denen die unterschiedlichen Facetten und Erscheinungsformen von Rassismus thematisiert werden. Die ersten zwei Tage des Festivals sind von Theateraufführungen geprägt.
Zur Eröffnung am Montag präsentiert das Ensemble "Bühne für Weltbürger" eine kunsttheatrale Installation, die mehr ist als nur Theater oder Gestaltung. Es wird in die Stadt hineingefragt, was Fremdsein bedeutet und ob es eine künstlerische Antwort auf diese Frage gibt. Im Anschluss gibt es noch einen Vortrag von Raphael Ekamba mit dem Titel "Deutschland: unser gemeinsames Zuhause". Dabei geht es um die verschiedenen Facetten des alltäglichen und institutionellen Rassismus als Bremse für Vielfalt und Integration. Der Referent beleuchtet die Problematik aus seiner empirischen Forschung und Erfahrung heraus.
Am Dienstag, 11. Oktober, kommt das Forumtheater Thevo aus Nürnberg zu Besuch mit seinem Stück "FluchtEnde", das von Daniel aus Mexagado handelt. In Mexagado herrscht seit Jahren eine brutale Militärdiktatur. Daniel kommt am Nürnberger Flughafen an, wird von den Behörden in Empfang genommen und bekommt den Status eines unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings. Durch die Inszenierung als Forumtheater wird die Handlung zur eigenen Geschichte der Zuschauer: Sie können sie stoppen, die Figuren verändern, neue Charaktere einführen, Szenen überspringen oder hinzufügen. Beide Theatertage finden in der Coje, Rosenauer Straße 45, statt.


Termine ändern sich

Im Programm des Festivals haben sich Termine geändert. So muss der angekündigte Workshop "Grenzenlose Kreativität" ausfallen. Zudem findet der Vortrag "Postkolonialismus" jetzt am 14. Oktober statt und der Vortrag "Spirituelle und territoriale Realität der Mapuche (Chile)" musste auf den 17. Oktober verlegt werden. red