Mit 0:3 unterlag der SV Bosporus Coburg auf dem Kunstrasenplatz in Coburg gegen einen starken FC Oberhaid. Die Gäste waren besser, ihnen merkte man an, dass sie sich im Kampf um den Landesliga-Aufstieg noch Chancen ausrechnen.
Aber auch die Gastgeber begannen gut. Das merkte man, da beide Seiten schnelle Vorstöße zeigten, denen noch die Durchschlagskraft fehlte. Zwei Mal wurde dabei Emre Özdemir über die linke Außenbahn schön in Szene gesetzt, doch beide Flanken wurden geblockt.
Gästespieler Björn Vogel legte außen alles in einen weiten Einwurf, den Moritz Emig im Strafraum verlängerte und Marcel Kutzelmann per Direktabnahme aus acht Metern eiskalt per Flachschuss vollendete. Fast aus dem Nichts die Führung.
In der Folge schien der SV etwas geschockt und bis auf einen zu hoch angesetzten Kopfball von Sertan Sener nach Özdemir-Flanke kam nicht mehr viel zustande. Auf der anderen Seite setzte Johannes Spath einen Aufsetzer aus der Distanz knapp am Gehäuse vorbei.
Kurz vor der Pause wurde ein Oberhaider Akteur im Strafraum von den Beinen geholt und Bosporus hatte Glück, dass die Pfeife des Unparteiischen still blieb. Kurz darauf wäre den Hausherren fast noch das 1:1 geglückt, als sich der aufgerückte Omar Rahmani nach Eckstoß in die Höhe schraubte, aber den Kopfball fast unbedrängt neben das Tor setzte.
Sofort nach Wiederanpfiff Bei strömendem Regen und kräftigem Wind taten sich beide Offensivreihen nach der Pause schwer, so dass Torraumszenen jetzt Mangelware blieben. In der Folge entwickelten sich vereinzelte Nebenschauplätze: Spätestens als Björn Vogel nach einem Zweikampf am Flügel lauthals zu Boden ging und sich mehrere Heimakteure damit unzufrieden zeigten, hatte diese Phase ihren Höhepunkt erreicht, denn innerhalb von fünf Minuten sollte die Entscheidung fallen: Erst steckte Marcel Kutzelmann einen Steilpass von der linken Seite durch und Pascal Seidelmann ließ diese Möglichkeit per Flachschuss nicht aus.
Im darauffolgenden Angriff erarbeiteten sich die Gäste zwei Eckstöße. Während der erste über die Torauslinie geklärt wurde, landete der zweite abgefälscht vor den Füßen von Björn Vogel, der das runde Leder aus zwölf Metern unter die Latte bugsierte. Im Endspurt wollte es Hakan Bozkaya nochmal wissen, traf jedoch mit einem Distanzschuss nahe der Strafraumkante nur die Oberkante der Latte. ah