Kronach — In vielen Haushalten blieb gestern Vormittag die Leitung tot. Knapp 1000 Vodafone-Kunden in der Region Kronach, Coburg, Lichtenfels und Bamberg waren von einem Defekt an einem Festnetzknotenpunkt des Anbieters betroffen, der ihre Anschlüsse von 1.20 Uhr nachts bis 12 Uhr mittags lahmlegte.
"Es gab ein Problem mit einer Festnetzkarte in einem unserer Schnittstellenhäuschen in der Region", erklärt Vodafone-Sprecher Volker Petendorf.
Eine Festnetzkarte ist ein technisches Bauteil, auf dem Anschlüsse aus der Region gebündelt auflaufen. "Diese Karte kann man sich von Form und Größe her in etwa so vorstellen wie ein Backblech", so Petendorf.
In der Nacht ging laut Petendorf in der Zentrale des Telefonanbieters ein automatischer Alarm aus dem betroffenen Schnittstellenhäuschen ein, der die Störung an einer dieser Karten meldete. "Ein Techniker ist dann direkt dorthin gefahren, um den Schaden zu beheben." Da sich die Karte nicht reparieren ließ, musste Ersatz per Expresslieferung aus Frankfurt angefordert werden - deshalb dauerte es bis zum Mittag, bis die Leitungen wieder frei waren.
Von der Störung betroffen waren nicht alle Vodafone-Kunden in der Region, betont Petendorf. "Die Anschlüsse laufen nach Rufnummern gebündelt auf den einzelnen Karten auf, von denen es mehrere in jedem Schnittstellenhäuschen gibt", erklärt Petendorf. "Defekt war nur eine." Gestört worden sei nur der Festnetzanschluss der betroffenen Haushalte, Internet und Mobilfunk seien nicht beeinträchtigt gewesen.
"Die Karten, die wir für unsere Festnetzknotenpunkte verwenden, haben eine Lebensdauer von einigen Jahren und werden regelmäßig gewartet und ausgetauscht", so Petendorf. "Leider kann es vorkommen, dass so eine Karte vor der Zeit kaputt geht." Man habe den Schaden so schnell wie möglich behoben und bedauere die Unannehmlichkeiten, die den Kunden entstanden sind. mih