Im offiziellen Teil der Feierlichkeiten zum Präsidentenwechsel bei den Rotariern, der auf der Maintalterrasse des Klosters Banz stattfand, zog Noch-Präsident Erwin Richter die Bilanz eines erfolgreichen Jahres. Als Höhepunkte nannte er die Projekte "Basel" (Unterstützung eines syrischen Flüchtlings bei der erfolgreichen Suche eines Ausbildungsplatzes und der Einrichtung einer kleinen eigenen Wohnung), "Rebekka" (Taschengeldaufstockung für ihr Jahr als Austauschschülerin in Brasilien) und "Banz nach 1945" (Zeitzeugenbefragung zur Aufarbeitung der Geschichte von Kloster Banz nach 1945 durch den ehemaligen Direktor, Heinz Pfuhlmann, des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels).
Finanzielle Hilfen wurden auch geleistet im Rahmen der Erdbebenhilfe "Nepal" zur Einrichtung wiederaufgebauter Schulen und zu den Kosten für "Ernährungsführerscheine" von Drittklässlern etc). Die erstmalig von einigen rotarischen Mitgliedern organisierten Terrassenabende, die Clubfahrt nach Malta und die 25-Jahr-Feier des österreichischen Partnerclubs Schärding dienten Richter zufolge zur Pflege und Festigung der Freundschaften untereinander. Das Sammelschwein, das im Rahmen der wöchentlichen Treffen des Clubs von den Mitgliedern gefüttert wird, brachte in diesem Jahr einen Erlös von 525 Euro, dieser wird in Kürze einer sozialen Einrichtung zugeführt werden.
Den aus ihren Ämtern scheidenden Vorstandsmitgliedern dankte Richter mit einem kleinen Präsent und gab den Stab der Präsidentschaft durch Überreichung der Amtskette an den Präsidenten 2016/17, Martin Vogt, weiter. Als "Incoming" Präsident war dieser schon Mitglied des Vorstandes, um für Kontinuität bei nachhaltigen längerfristigen Projekten zu sorgen.
Vogt bedankte sich für das in ihn und seine Mannschaft (diese wurde bereits vor einem halben Jahr gewählt) gesetzte Vertrauen. Er benannte die Projektverantwortlichen, die ihre Teams in Eigenverantwortung zusammenstellen werden. Besonderer Wert sei darauf gelegt worden, Projekte in der Region (dem Landkreis Lichtenfels) zu realisieren, wobei möglichst viele der Clubmitglieder eingebunden werden sollen. Das erste Projekt "Baum der Hoffnung" (Teamleiter Hans-Josef Stich, Werkleiter der Obermain-Therme) sieht die Aufstellung einer großen Tanne im Bereich des Foyers der Obermain-Therme vor. Es sollen gespendete Weihnachtskugeln an die Tanne gehängt werden. Jede 25. Kugel wird einen Gewinn in Form einer Eintrittskarte für die Therme enthalten. Der Erlös wird für ein lokales, noch festzulegendes Projekt in Bad Staffelstein gespendet.
Das zweite Projekt ist im April Malen mit dem Heilpädagogisches Zentrum. Mitglieder der dortigen Malgruppe erhalten erstmals die Gelegenheit, Bilder auf großen Leinwänden mit verschiedenen Materialien zu gestalten. Der Steinbildhauer Jochen Mende als Projektleiter und zwei Betreuer des HPZ begleiten den sechswöchigen Kurs. Ende April sollen die Werke dann versteigert und mit dem Reinerlös ein Malraum im HPZ ausgestattet werden. Beim dritten Projekt namens "Bier-Kunst-Kultur" auf Kloster Banz können rund 140 Besucher ebenfalls im April bei einer Exkursion Banz erleben.
Vier heimische Brauer stellen an den Stationen (Museum, Kaisersaal, Seminarraum und Kellergewölbe) ihre Biere vor. Im Kaisersaal gibt es ein Konzert, im Seminarraum etwas zur Geschichte von Banz nach 1945 und im Kellergewölbe werden Käse aus Coburg präsentiert. Das Event (wetterabhängig) beginnt auf der Maintalterrasse mit einer Einführung durch den Bezirksheimatpfleger Günter Dippold und endet mit einem fränkischen Buffet in der Kutschenhalle. Der zu erwartende Reinerlös geht an das Kulturprojekt "Banz nach 1945".
Die Clubfahrt, so kündigte der neue Präsident an, führt nach Weimar/Eisenach. Mit dem österreichischen Partnerclub RC Schärding werde man sich im Mai 2017 in Karlsbad treffen.
Der im Landkreis Lichtenfels ansässige (Kloster Banz) Rotary Club Obermain wurde 1989 mit 26 Mitgliedern gegründet. Heute treffen sich über 40 Mitglieder einmal wöchentlich auf Kloster Banz. Rund 20 000 Euro gehen jährlich an gemeinnützige, soziale, wohltätige und humanitäre Projekte über das eigens dafür gegründete Rotary-Obermain-Hilfswerk. Ludwig Müller