Die Fahndungsgruppen der Verkehrspolizeien Bamberg und Erlangen sowie das Zollamt Nürnberg führten am Dienstag eine gemeinsame Kontrollaktion auf der A 3 durch. Zwischen 10 und 15 Uhr wurde ein Autobahnparkplatz zwischen Schlüsselfeld und Höchstadt zur Kontrollstelle umfunktioniert.
In den fünf Stunden wurden 45 Pkw, Transporter und Reisebusse sowie deren Insassen unter die fachkundige Lupe der Einsatzkräfte genommen. Für mehrere Reisende war die Fahrt nach der Kontrolle beendet.
Ein junger Niederländer stand unter dem Einfluss von Rauschgift und musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Während er nach einer zwölfstündigen Ausnüchterungspause weiterfahren durfte, war für den chilenischen Studenten, der sich von einem Bekannten das Auto für eine Erkundungsfahrt geliehen hatte, endgültig Schluss. Sein Führerschein erwies sich als Fälschung.
Bei drei weiteren Personen bestanden Ausschreibungen zur Aufenthaltsermittlung von verschiedenen Staatsanwaltschaften in Deutschland. Ein Kurierfahrer arbeitete schwarz, was die Beamten des Zoll auf den Plan rief. Ein weiterer betrieb ein illegales Bus- und Postunternehmen.
Drei serbische Asylsuchende hatten während ihres Asylverfahrens neue serbische Reisepässe beantragt und waren in einem vollgepackten Pkw auf dem Weg in die Heimat, aus der sie geflüchtet waren.
Schließlich wurde ein bulgarisches Auto angehalten. Bei der Fahrzeugdurchsuchung fanden die Fahnder eine Plastiktragetasche, die randvoll mit Marihuana und Haschisch war. Die beiden Bulgaren wurden festgenommen. Am Mittwoch wurden sie dem Haftrichter vorgeführt. Sie müssen mit einer längeren Freiheitsstrafe wegen Rauschgiftschmuggels rechnen. pol