Wenn es ohne staatliche Hilfe nicht geht. Deutschlandweit sind immer mehr Menschen auf Gelder aus den Sozialtöpfen des Bundes angewiesen. Neben dem Arbeitslosengeld II (Hartz IV) für Arbeitssuchende gibt es verschiedene Hilfearten der Sozialhilfe: unter anderem auch "laufende Hilfe zum Lebensunterhalt" (HzL), also Sozialhilfe im engeren Sinne. In Deutschland kletterte die Empfängerzahl dieser Hilfeart auf einen neuen Höchststand. Wie sieht die Situation im Kreis Kulmbach aus? Hier waren zum Stichtag Ende 2015 insgesamt 575 Menschen auf HzL-Gelder angewiesen, 27 mehr als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vorjahr mit 548 kletterte die gesamte Empfängerzahl um 27 oder 4,9 Prozent. Geht man ein weiteres Jahr zurück, lag die Empfängerzahl damals bei 551 (Dezember 2013) und weitere zwölf Monate zuvor bei 518 (Dezember 2012).
Von der Altersverteilung her betrachtet, waren im Landkreis zuletzt 18 Empfänger jünger als 18 Jahre. Weitere 399 waren im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 65 Jahren und 158 hatten den 65. Geburtstag bereits hinter sich. Insgesamt 19 ausländische Empfänger bezogen laufende Hilfe zum Lebensunterhalt, ein Anteil von rund 3,3 Prozent (Bund: 6,7 Prozent). Nach Geschlechtern betrachtet, sagen die Zahlen, dass die Bedürftigkeit eher weiblich als männlich ist: Die 296 Empfängerinnen im Kreis Kulmbach entsprechen 51,5 Prozent der Gesamtzahl. zds