Fatschenbrunn — Bei einer Festveranstaltung in Würzburg hat das Bayernwerk den mit Unterstützung der Regierung von Unterfranken ins Leben gerufenen Bürgerenergiepreis Unterfranken vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert, wie der Energieversorger mitteilte. Einer der drei Preisträger ist der SV Fatschenbrunn.
"Die Gestaltung der Energiezukunft ist viel mehr als nur ein technologisches Projekt. Innovation und Technologie brauchen die Akzeptanz der Gesellschaft. Deshalb sind Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem Umfeld eigene Impulse für die Energiezukunft setzen, wichtige Wegbereiter der Energiewende", erklärte Christoph Henzel, der Leiter des Geschäftsbereichs Kommunalmanagement des Bayernwerks. "Diese Impulse würdigen wir mit unserem Bürgerenergiepreis", sagte Henzel. "Besonders beeindruckend ist die Erfahrung, dass nicht nur Erwachsene, sondern vielfach auch Kinder und Jugendliche engagierte Impulsgeber für unsere Energiezukunft sind", stellte Christoph Henzel fest.
Der unterfränkische Regierungspräsident Paul Beinhofer begrüßte die Zielrichtung des Bürgerenergiepreises und die Initiative, dass Gestalter der Energiewende vor Ort ausgezeichnet werden. "Damit die Energiewende gelingen kann, müssen sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen, denn für den Erfolg zählt jeder einzelne Beitrag", sagte er.
Mit dem Bürgerenergiepreis können Privatpersonen, Vereine, Schulen und andere nichtgewerbliche Gruppierungen ausgezeichnet werden, die mit ihren Ideen und Projekten in ihrem Umfeld einen Impuls für die Energiezukunft geben.
Ein Preisträger des Bürgerenergiepreises Unterfranken 2015 ist der Sportverein Fatschenbrunn (Gemeinde Oberaurach). Für das Projekt "Fatschis haben Energie" bekommt der SV ein Preisgeld von 4000 Euro. Der Sportverein legt großen Wert auf die gemeinsame Umsetzung von ökologischen Konzepten. Die Mitglieder haben "ein vorbildliches Gesamtkonzept entwickelt, das in ehrenamtlicher Arbeit umgesetzt wurde", heißt es in der Begründung der Jury. Die verschiedenen Möglichkeiten der Energieeinsparung von der Gebäudedämmung bis zur energieeffizienten Beleuchtung mit LEDs werden konsequent genutzt. Bei der Sanierung wurden umweltgerechte regionale Materialien eingesetzt. Die Erzeugung der Energie erfolgt regenerativ über eine Photovoltaikanlage und eine Holzheizung, die mit gemeindeeigenem Holz nachhaltig versorgt wird. Selbst beim Feiern denken die Fatschenbrunner an die Umwelt und vermeiden zum Beispiel Verpackungsmüll. red