von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Wachenroth — Als ein kleines Zentrum im Wachenrother Baugebiet "Saugraben" waren die beiden Areale einst gedacht. Im Bebauungsplan hat man sie daher als Vorbehaltsflächen für einen Kindergarten und für einen Dorfplatz ausgewiesen. Die Zeiten haben sich geändert und die Bevölkerungsentwicklung stellt sich heute anders dar: Einen weiteren Kindergarten braucht die Marktgemeinde voraussichtlich in den nächsten Jahren oder gar Jahrzehnten nicht.
Wie Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU) in der Sitzung des Gemeinderats erklärte, "stehen für die Zukunft noch ausreichend Kapazitäten zur Verfügung". Über die beiden Betreuungseinrichtungen der Gemeinde gerechnet, seien aktuell etwa zwei Drittel der Kindergartenplätze belegt, gab der Bürgermeister auf telefonische Nachfrage Auskunft.
"Nach heutigen Gesichtspunkten werde die damals angedachte Nutzung wohl nicht mehr verwirklicht", heißt es daher im Beschlussvorschlag der Verwaltung. Die beiden Bereiche könnten deshalb umgeplant und zu Bauland gemacht werden. Vier Bauplätze mit jeweils 600 Quadratmeter und zwei Parzellen mit je 700 Quadratmetern könnten so geschaffen werden. Es gebe auch bereits einen Kaufinteressenten für ein Grundstück mit 750 Quadratmetern.
Über die Flächen, die am Ortsausgang in Richtung Albach liegen, wurde am Donnerstag diskutiert. "Der Dorfplatz bereitet mir noch ein wenig Bauchweh", sagte Bürgermeister Gleitsmann. Er ist der Meinung, man dürfe nicht jeden Quadratmeter freier Fläche verbauen. Das war ganz im Sinne der Räte: Horst Wichmann (CSU) wollte beschlussmäßig festgelegt haben, dass die nördlichen Plätze vorerst nicht verkauft werden sollen. Dritter Bürgermeister Lorenz Dietsch (UWW) wollte sie in die Bebauungsplanänderung aufnehmen, dann aber die weitere Entwicklung abwarten. Die Änderung des Bebauungsplans wurde einstimmig befürwortet. Die Verwaltung soll nun Honorarangebote von Planungsbüros einholen.