"In Diessen wird angegriffen!" Ein Entschluss, den die Mountainbiker aus Baunach noch während des Zwölf-Stunden-Rennens in Schnaittach, dass für das Team Messingschlager alles andere als rund lief, fassten. Nachdem einige Fahrer aufgrund anderer Verpflichtungen absagen mussten, entschlossen sich Uli Schmittlutz und Benjamin Herold kurzerhand als Zweierteam beim Schatzbergrennen, das seit vier Jahren sogar als "Zwölf-Stunden-Mountainbike-Europameisterschaft" ausgeschrieben ist, an den Start zu gehen.
Eine Entscheidung die sich auszahlen sollte: Die Taktik der beiden bestand darin, die ersten zwei Stunden jeweils nur eine Runde zu fahren, um durch schnelle Rundenzeiten früh einen Vorsprung auf die anderen zweier Teams herauszufahren. Dies glückte recht gut, deshalb konnten sie ab ca. 10 Uhr etwas Tempo herausnehmen und jeweils Zweier-Turns fahren. Auch hierbei wuchs der Vorsprung auf die Zweitplatzierten konstant an.
Gegen 16 Uhr, das Zeitpolster war schon auf über eine Runde ausgebaut, schien der sicher geglaubte Sieg noch einmal in weite Ferne zu rücken. Benny Herold, der sich gerade auf den Weg Richtung Wechselzone machen wollte, bekam aufgrund der Hitze starke Krämpfe, somit war Uli gezwungen eine dritte Runde an seinen Turn dranzuhängen. Dank der ausgezeichneten physiotherapeutischen Behandlung von Ex-Teamfahrer Simon Dörner, der die beiden als Betreuer unterstützte, war Benny beim nächsten Wechsel in der Lage einen Dreier-Turn zu fahren. Nun galt es mit konstanten Rundenzeiten den inzwischen auf zwei Runden ausgedehnten Vorsprung auf Team "OSC Damme Auto-Staerk.de" sicher ins Ziel zu fahren. Dies gelang den Messingschlager Fahrern auch. Mit 39 Runden holten sie ungefährdet den Sieg nach Baunach. red