von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Münchaurach — Der Antrag auf eine isolierte Befreiung zum Bau einer Stützmauer an der Ackerlänge führte zu einer längeren Diskussion im Aurachtaler Bauausschuss. Der Antragsteller hat bereits eine Stützmauer errichtet, wegen der Höhe hatten sich Nachbarn beschwert, was zu einer Baukontrolle des Landratsamtes führte.
Dabei wurde festgestellt, dass die im Bebauungsplan festgelegte maximale Ansichtshöhe von 0,50 Metern überschritten worden ist. An der höchsten Stelle erreicht die Stützmauer 1,10 Meter. Nach schriftlicher Aufforderung durch das Landratsamt wurde nun die nötige Befreiung beantragt. Die Bauherren begründen die Überschreitung damit, dass es sich bei dem oberen Teil der Stützmauer von 0,30 Meter um einen Sockel handelt. Nach dem Bebauungsplan sind Sockel bis maximal 0,30 Meter zulässig und dürfen auf einer Stützmauer errichtet werden. Dennoch wird die maximale Ansichtshöhe von 0,80 Meter (einschließlich Sockel) an der höchsten Stelle der Stützmauer nochmals um 0,30 Meter überschritten. Das Landratsamt hat die Bauherren bereits darauf hingewiesen, dass ein Rückbau erfolgen müsste, wenn die Befreiung nicht erteilt wird.


Nur ein Rest ist zu sehen

Das Bauunternehmen teilte der Gemeinde mit, dass auf dem Nachbargrundstück nun ebenfalls aufgefüllt wurde, sodass es sich tatsächlich nicht mehr um eine Stützmauer handelt, sondern lediglich ein Rest der bisherigen Stützmauer von etwa 30 Zentimeter zu sehen ist. Um den Sachverhalt zu beleuchten und auch die nachbarlichen Belange zu berücksichtigen, wurde der Punkt auf Antrag von Richard Schnappauf (WGA) in die nichtöffentliche Sitzung verlegt.