In der 16. Runde der Segelflug-Bundesliga hat sich das Wetter weiterhin alle Mühe gegeben, die Saison 2016 als die bisher schwierigste für die Segelflieger des Bamberger Aero-Clubs in die Annalen eingehen zu lassen. Noch nie wurden so dauerhaft der Nordosten und der Südwesten Deutschlands vom Wetter bevorzugt. In den vergangenen Jahren hatte es im Verlauf der 19 Wochen immer einen Ausgleich gegeben. Dass die Bamberger Mannschaft unter diesen Bedingungen weiterhin zu den besten zehn Vereinen in Deutschland gehört, zeugt von ihrer offensichtlichen Qualität und Leistungsbereitschaft. Frank Schmitz nutzte, wie alle anderen Bamberger Piloten auch, den einzigen möglichen Weg von Bamberg aus in Richtung Südwesten. Er steuerte seine ASW22E/24m gegen den Wind bis westlich Bad Mergentheim und zurück über Burgkunstadt zur Breitenau. In der Ligazeit legte er 225,73 km zurück und steuerte 78 Speedpunkte zum Mannschaftsergebnis bei. Harald Gerlacher war mit seiner ASW22/24m auf ähnlicher Strecke noch etwas schneller unterwegs. Er legte in der für die Bundesliga relevanten Zeit von zweieinhalb Stunden 230,44 km zurück. Seine Schnittgeschwindigkeit von 92,18 km/h brachte dem Bamberger Aero-Club nach Indexkorrektur 79,63 Punkte ein.


Horst Singer der Schnellste

Schnellster des einzigen fliegbaren Tages der Runde war Horst Singer. Mit seiner EB29 flog er 283 km in der gleichen Zeit von 150 Minuten bis hinter Sinsheim und zurück. Die Indexkorrektur, mit der die unterschiedlichen Leistungen der Flugzeuge bewertet werden, errechnete 95,33 Speedpunkte aus seinem Schnitt von 113,2 km/h. Da im Südwesten zur gleichen Zeit Schnittgeschwindigkeiten von über 150 km/h möglich waren, wurde die Bamberger Mannschaft auf den 17. Rundenplatz mit vier von 20 möglichen Punkten durchgereicht. Trotzdem verlor der Aero-Club in der Gesamtwertung nur einen Platz und steht drei Runden vor Saisonende jetzt auf dem achten Rang von 30 in der höchsten deutschen Liga. fh