In der 18. und vorletzten Runde der Segelflug-Bundesliga erreichten die Leistungspiloten des Bamberger Aero-Clubs mit drei schnellen Flügen wie in der Vorwoche den fünften Rundenplatz. Nachdem sie am ersten der beiden Wertungstage noch auf Rang 20 gelandet waren, machten sie am zweiten Tag alles klar und sicherten sich 16 von 20 möglichen Gesamtpunkten. Damit holten sie sich ihren siebten Platz in der Gesamtwertung zurück, den sie vor einigen Wochen auf Grund widriger Wetterbedingungen verloren hatten.
Max Dorsch in der LS4 und der junge Paul Emmerich in der DG300, der erst vor wenigen Wochen seine Prüfung zum Flugschein bestanden hatte, waren mit den beiden Vereinsmaschinen im engen Teamflug unterwegs. Nach der ersten Wende kurz vor Schweinfurt nutzten sie den Rückenwind bis an die tschechische Grenze bei Plößberg und kämpften sich danach wieder zurück nach Bamberg. In ihren schnellsten zweieinhalb Stunden legten sie eine Strecke von über 260 km zurück und erreichten so einen Schnitt von 104 km/h. Nach Indexkorrektur, mit der die unterschiedlichen Leistungswerte der verschiedenen Flugzeuge ausgeglichen werden, lieferten sie hervorragende 202,13 Punkte für das Mannschaftsergebnis.
Noch schneller war nur Dieter Kempf mit der ASH31/21m unterwegs. Von Bamberg aus flog er in den Thüringer Wald, von dort nach Pobitz in Tschechien und nach der zweiten Wende über das Fichtelgebirge zurück nach Bamberg. Er kam auf eine Flugstrecke von 293,65 km, was einer Schnittgeschwindigkeit von 117,46 km/h entspricht. Seine indexkorrigierten 101,48 Speedpunkte komplettierten das für die Wetterlage überraschend gute Ergebnis der Bamberger Mannschaft, die damit einen Top-Ten-Platz vor der letzten Runde sicher hat. fh