von unserem Mitarbeiter Michael Wunder

Fischbach — Beim gestrigen Sonntagsgottesdienst in der evangelischen Kirche in Fischbach drehte sich alles ums tägliche Brot. Beim Eröffnungsgottesdienst zum "Gott-sei-Dank-Brot", der in Kooperation der oberfränkischen Bäckerinnungen und den beiden großen Kirchen seit 2007 stattfindet, brachte sich vorwiegend die evangelische Landjugend ein. Dabei erklärte man auch, wie das Brot hergestellt wird, und erinnerte an arme Menschen und Länder, wo das Brot nicht alltäglich sei.
Sie sagten Dank für das Korn, das auf den Feldern der Region wächst und als "Grundstoff" für die Herstellung des Brotes dient. Nachdem es zu Mehl gemahlen ist, wird es in den Bäckereien verarbeitet und schließlich als Brot verkauft. Die evangelische Landjugend stellte auch verschiedene Brotsorten vor, die die Besucher verkosten konnten. Dabei wurde deutlich, dass der unterschiedliche Geschmack vorwiegend durch die verschiedenen Gewürze erreicht wird.

Es wird viel weggeworfen

Auch zeigte man anhand einer Präsentation auf, wie viel Nahrung, die bei uns in großer Menge zur Verfügung steht, in der heutigen Zeit unnötig weggeworfen wird. Gerade beim Obst und Gemüse, aber auch bei den Kartoffeln, gebe es strenge Vorgaben, damit diese überhaupt in den Markt aufgenommen werden. Harald Friedrich, Sprecher des oberfränkischen Bäckerhandwerks, appellierte, das Brot beim örtlichen Bäcker zu kaufen. "Wir schaffen damit Arbeits- und Ausbildungsplätze und die Kaufkraft bleibt in der Region", sagte er. Die örtliche Stadträtin Cilly Volk (Frauenliste) dankte den jungen Menschen, die das Handwerk vor Ort lernen und auch in der Region bleiben. Pfarrerin Alina Ellgring hob das große Engagement der Landjugend mit Bezirksreferenten Jürgen Krieger hervor. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom der Band "Joyfully". Anschließend waren alle ins Gemeindehaus eingeladen, um sich beim Kirchenkaffee zu stärken.