Zum 31. Treffen mit Chorkonzert hatte der Bayerische Bäckersängerbund nach Bamberg eingeladen. Die Bäckerchöre aus Schweinfurt, Fürth und Augsburg waren der Einladung gefolgt. Zum geselligen Beisammensein mit "Sängerwettstreit" hatte man sich im Saal des Bootshauses versammelt und sicherlich auch gleich das eine oder andere Fachgespräch geführt. Als Gastgeber fungierte der Bamberger Bäckerchor mit seinem Vorsitzenden Matthias Loskarn, der auch durchs Programm führte.
Der Bamberger Bäckerchor kann mittlerweile auf eine 115-jährige Vereinstradition zurückblicken und hat mit Anastasia Bayer zum ersten Mal in seiner Geschichte eine weibliche Chorleiterin bekommen. Der Bamberger Chor ist der letzte Handwerkerchor in ganz Oberfranken. Im Gegensatz zu anderen Bäckerchören ist er ein reiner Männerchor. Die Mitglieder sind überwiegend noch Bäcker, doch leider hat man nur noch 24 aktive Sänger.
Vorgestellt wurde die 1. Bamberger Hörnchenkönigin Annalena I., die im normalen Leben eine Ausbildung als Bäckereifachverkäuferin bei der Holzofenbäckerei Weinkam in Buttenheim macht. Sie hat dann selbstverständliche leckere Hörnchen und keine Kartoffeln an die Gäste verteilt.
Großen Applaus erhielt auch Rettl Motschenbacher, die mit ihren kurzweiligen "Gschichtn und Gschichtla vom Kaulberg" und von den Bamberger Häckern die Festgäste unterhielt. Stadtrat Helmut Müller (CSU) überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters der Stadt Bamberg und des Bamberger Landrats.
Peter Märkel, der Vorsitzende des Fränkischen Sängerbundes und des Sängerkreises Bamberg, würdigte die Leistungen des Chors und erinnerte daran "dass auch der Bäckerchor maßgeblich dazu beiträgt, das Kulturgut Musik und Gesang vor Ort am Leben zu erhalten". Gleichzeitig vergaß er nicht zu erwähnen, dass Männerchöre bundesweit das Problem haben, neue Sänger zu finden und schlug zur Zukunftssicherung vor, das große Potenzial der Bäckereifachverkäuferinnen zu nutzen.
Andrea Spörlein