Diskussion im Gemeinderat Schondra: Gegen die Einstufung der Badergasse in Schondra als Anliegerstraße hatte ein Anlieger im Zusammenhang mit der Abrechnung von Straßenausbaubeiträgen Einspruch erhoben. Die Einstufung hatte die Verwaltung, wie vom Gemeinderat vorgesehen, vorgenommen; nach Ansicht von Bürgermeister Bernold Martin muss sich bei einem Einspruch der Gemeinderat mit der Angelegenheit beschäftigen.


Antrag abgelehnt

Die Mehrheit war der Ansicht, dass die vorliegende Einstufung zu Recht vorgenommen wurde, so dass der Änderungsantrag einstimmig abgelehnt wurde.
Die Gemeinderäte stimmten dem Jahresbetriebsplan 2017 für den Gemeindewald, der vom Amt für Landwirtschaft und Forsten dem Gemeinderat zur Prüfung vorgelegt wurde, einhellig zu. Danach ist als Endnutzung in den Abteilungen "Mettermich", "Langenseifzig", "Helmersbach" und "Eichholz" ein Einschlag von 868 Festmetern vorgesehen.
Als Vornutzung ist in den Abteilungen "Eichbrunn", "Schweinshecke", "Helmersbach" und "Kreßberg" der Hieb von 600 Festmetern geplant. Jungdurchforstungen mit 240 Festmetern gibt es in den Abteilungen "Streit", "Birkenschlag" und "Leitenschlag"; dort ist auch eine Pflanzung von 1000 Douglasien als Nachbesserung vorgesehen. Jungpflege ist mit 30 Festmetern unter anderem in der Mettermich angedacht; dort sind auch Wegebau-Instandsetzungsarbeiten auf einer Länge von 4500 Metern vorgesehen. Kosten: 4500 Euro.
Längere Diskussionen gab es über einen Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Wohnhauses und Errichtung einer Lagerhalle durch Bastian Markert in Schönderling. Das für das Wohnhaus vorgesehene Baugrundstück liegt nicht vollständig im zur Bebauung vorgesehenen Mischgebiet, wie es im Flächennutzungsplan der Gemeinde festgelegt ist. Gegen eine anfänglich angedachte Zustimmung zu dem Antrag wandte Jürgen Metz (FWG) ein: "Wir können doch die Bauleitplanung der Gemeinde nicht einfach über den Haufen werfen." Heiko Schuhmann (ABS) wies darauf hin, dass mit einer Zustimmung von Seiten der Gemeinde der Antragsteller das Recht auf eine zukünftige Baugenehmigung erhalte und die Gemeinde dann den Flächennutzungsplan ändern müsse.
Auf Antrag von Andreas Martin (CSU) wurden Bauwerber und Bürgermeister beauftragt, beim Landratsamt Vorgespräche zu führen und die Entscheidung auf eine spätere Sitzung zu vertagen.
Wie Bürgermeister Martin dem Gremium mitteilte, hat die Kirchenstiftung Schönderling die Endabrechnung zur Renovierung der St.-Josef-Kirche in Höhe von 150 500 Euro vorgelegt, so dass der zugesagte Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 16 000 Euro überwiesen wurde.
Der Antrag des FSV Schönderling auf Zuschuss zu den Investitionen 2016 in Höhe von 5870 Euro wurde vom Gremium in einem Punkt korrigiert: So wurden die Wasser- und Kanalgebühren in Höhe von 1369 Euro nicht als zuschussfähig angesehen, so dass dem Verein als zehnprozentiger Zuschuss nun 450 Euro überwiesen werden.
Bürgermeister Martin verkündete die Termine der Bürgerversammlungen: Dienstag, 25. April, Schönderling, Mittwoch, 26. April, Schondra, Donnerstag, 27. April, Singenrain; Beginn jeweils 19.30 Uhr.


Bedenken zum Nationalpark

Abschließend informierte der Dritte Bürgermeister Jürgen Metz über den derzeitigen Stand der Überlegungen zu einem möglichen Nationalpark in der Rhön. Roman Jörg (CSU) erhob grundsätzliche Bedenken nach dem Motto: "Man sollte das Gebiet so lassen wie es ist."