Veronika schadeck

Es war eine heitere Stimmung, als am Freitag die Bewohner, die Mitarbeiter sowie der ehemalige und aktuelle BRK-Kreisvorstand das 20-jährige Bestehen des BRK-Seniorenhauses in Ludwigsstadt feierten. Man merkte, es stimmt die Chemie, das Miteinander zwischen der Heimleitung und den Mitarbeitern. "Ich habe schon Karriere gemacht", flachste der Heimleiter Peter Schulz. "Vom Mittelfranken bin ich zum Oberfranken aufgestiegen!"
Seit der ersten Stunde hat Peter Schulz die Heimleitung inne. Seinen Job habe er, auch wenn sich vieles geändert habe, noch nie bereut. In diesem Zusammenhang spricht er von einer verstärkten Nachfrage nach Kurzzeitpflegeplätzen, von wesentlich mehr Bürokratie und Dokumentationspflicht. Das gute Team, das hinter einem stehe, gebe ihm aber viel Kraft, um all diese Herausforderungen bewältigen zu können.
Bewegende Worte fand Marianne Neubert. Sie sei von Anfang an mit "Leib und Seele" dabei gewesen. Obwohl sie schon seit acht Jahren Rentnerin sei, gehöre nach wie vor das BRK-Seniorenhaus zu ihrem Leben. So nehme sie regen Anteil am Heimalltag, mehrmals in der Woche bringe sie sich ehrenamtlich ein. Ein großes Kompliment galt Schulz: "Es gibt in ganz Deutschland keinen besseren Chef!" Abgesehen davon, dass er Probleme in einer respektvollen Art löse, habe er für jeden Bewohner immer ein gutes Wort und sei zudem auf das Wohl seiner Mitarbeiter bedacht. Danke sagte sie zudem der Pflegedienstleiterin, Elke Meyer, die sich in all den Jahren mit dem "Personalschlüssel" auseinandersetzen müsse. "Das ist keine leichte Aufgabe." Und auch der Zweiten Bürgermeisterin, Eva Jahn, galt der Dank. Diese setze sich oft mit den Angehörigen auseinander und sorge dafür, dass der Lohn pünktlich auf dem Konto ist.


Ausgebuchtes Haus

92 Bewohner verbringen derzeit ihren Alltag beziehungsweise Lebensabend im BRK-Seniorenhaus. Diese werden von über 100 Mitarbeitern (überwiegend in Teilzeit beschäftigt) betreut. "Das Haus ist schon immer ausgebucht", meinte Bürgermeister Timo Ehrhardt. Er bezeichnete das BRK-Seniorenhaus als einen wichtigen Partner der Stadt. In dieser Einrichtung sieht er einen nicht zu unterschätzenden Standortfaktor. "So ein Haus bedeutet nicht nur Lebensqualität für die Bewohner, sondern für die ganze Stadt." In diesem Zusammenhang spricht er davon, dass Senioren beziehungsweise solche Bürger, die auf Hilfe angewiesen sind, in ihrer Heimat wohnen bleiben können.
Lobende Worte fand der BRK-Kreisvorsitzende, Landrat Oswald Marr, für die ehemalige Kreisvorstandschaft. Diese hätten unter der Federführung des Altlandrats Heinz Köhler, des BRK-Kreisgeschäftsführers Alfred Welscher sowie des Schatzmeisters, Gerhard Seuling, den Mut gehabt, ein derartiges Projekt in Angriff zu nehmen. Dass des BRK-Seniorenhaus immer voll ausgebucht ist, sah Marr in der Arbeit von Peter Schulz und seinem gesamten Team begründet. "Hier herrscht einfach ein guter Geist!"
Glückwünsche überbrachten auch der BRK-Kreisvorsitzende Roland Beierwaltes und der Heimleiter des BRK-Seniorenhauses, Harald Schubert. Für die musikalische Umrahmung sorgte Reiner Lohr und die BRK-Rentnerband.