Coburg — Mit 94:82 nahm der BBC Coburg auch die Hürden bei Fibalon Baskets Stauf in der Oberpfalz. Die Spieler des BBC, von denen einige aus der Nürnberger Region stammen, trafen hier auf einige bekannte Gesichter. Ex-Coburger Marcel Koulibaly, der mittlerweile in Stauf spielt, lief aber nicht für seine Mannschaft auf.
Im ersten Viertel zeichnete sich ein vielversprechendes Spiel ab. Stawowski eröffnete die Partei mit einem Wurf direkt unter dem Korb der Gegner, um im darauf folgenden Angriff gleich einen Dreier zu treffen und eine schnelle 5:0-Führung zu etablieren. Die Staufer antworteten nur Sekunden später mit einem eigenen Dreipunktewurf. Daraufhin schlug auch der Coburger Aufbau, Yasin Turan, der die gegnerische Mannschaft sehr gut kennt, präzise zu, und verwandelte schnelle Züge zum Korb in spektakuläre Punkte. Dabei provozierte er die Gegner aus Neumarkt immer wieder dazu, das Tempo mitzuhalten, wobei die Staufer unter dem Korb der Vestestädter auf ein Bollwerk trafen. Eine gemeinschaftliche Verteidigungsleistung wurde zum Motor im Angriff. Die Staufer versuchten ihr Glück zunächst vermehrt hinter der Dreipunktelinie. Schnelle Angriffe, zum Teil sogar Dreier aus Fast-Breaks, wie die des abgezockten Flügelspielers Alexey Bondar, der mit gleich fünf Distanzwürfen von der Bank den Weg von außen vorgab, bestimmten das offensiv geprägte erste Viertel. Zehn Punkte Vorsprung erarbeiteten sich die Coburger so, wobei sie sich am Ende einen kleinen Faux-Pas im Aufbau leisteten und zehn Sekunden vor Ende noch einen Turnover samt Drei-Point-Play (Korbleger und Foul und Freiwurf) kassierten (21:31).
Fast wie aus dem Nichts lief jedoch sogleich alles gegen Coburg. Die Staufer starteten eine Aufholjagd und lochten einen Korb nach dem anderen ein. Die Coburger ließen sich zu sehr zu weiteren Schnellangriffen verleiten und der Ball fand somit immer weniger Anspielstationen bevor er viel zu oft am - nicht häufig genug aber im Ring landete. Den Staufern gelang es, als Führende in die Halbzeit zu gehen (48:47). Im dritten Viertel fanden die Coburger wieder ihr Erfolgsrezept. Unter dem Korb bereiteten Lachmann und Stawowski den Gegnern Probleme, von außen ließen Bondar, Herold und Turan es weiter regnen. Man erarbeitete sich den Vorsprung zurück (58:69).
Im letzten Viertel wurde es noch einmal richtig heiß in der Halle. Staufer und Coburger Fans feuerten um die Wette an, der Coburger Block übertönte nur zu oft sogar den Hallensprecher. Kein Wunder - das Momentum drehte sich gegen die Gastgeber, als Turan einen spektakulären Alley-Oop auf Terry Thomas spielte. Die Halle tobte. Der Gegner war demoralisiert. Terry setzte noch einen drauf und traf einen Dreier, nur um den Alley-Oop Dunk gleich noch einmal zu wiederholen. Als die Coburger die Katze mit 20 Punkten Vorsprung schon im Sack sahen, drehte Alexander Malinkovich gerade erst richtig auf. Fünf Dreier, einen davon auch noch samt Foul, traf der Flügelspieler im letzten Viertel. Doch Coburg setzte sicher Punkte entgegen und gewann 94:82 in einem spektakulären Spiel. ja