von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Herzogenaurach — Beim Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) standen Neuwahlen und Ehrungen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung im Herzogenauracher Freizeitheim. Der in seinem Amt bestätigte Vorsitzende, Manfred Braun, berichtete von einem aktiven Jahr. Er kündigte aber auch einen harten Sparkurs an. Die Kasse sei zwar nicht leer und weise dank der Unterstützung der Stadt und der Sparkasse ein Guthaben auf, trotzdem solle und müsse sparsamer gewirtschaftet werden.
Die alljährliche große Weihnachtsfeier im Vereinshaus reiße regelmäßig ein tiefes Loch in die Kasse. Die Feier soll zukünftig in kleinerem Rahmen stattfinden. "Wir können es uns nicht mehr leisten, dafür mehr als 2000 Euro auszugeben", erklärte Braun. Miete und Kaffeekosten schlagen gewaltig zu Buche.
Beim Jahresangebot der Veranstaltungen, wie Fahrten und Ausflüge, werde es allerdings keine Einschränkungen geben, versicherte Braun. Er appellierte, dass die derzeitige Zahl der 147 Mitglieder zu erhöhen sei. "Nicht wegen des Geldes, sondern mehr Mitglieder bedeuten mehr Delegierte im Verband und damit auch mehr Gewicht bei den wichtigen Entscheidungen", warb Braun. Er hofft darauf, dass mindestens jedes anwesende Mitglied ein weiteres Neumitglied werben sollte.
Sowohl Braun als auch Bürgermeister German Hacker (SPD) würdigten das Ehrenamt. "Es gibt nicht weniger Ehrenamtliche", sagte Braun anderslautenden Äußerungen. "In Herzogenaurach gab es vor 40 Jahren nur 40 Vereine. Diese Zahl hat sich vervielfacht und Vereine und Gruppen werden von Ehrenamtlichen geführt."
Dass das Ehrenamt bei der Awo funktioniert, wurde bei den Neuwahlen sichtbar: Die vorgeschlagenen Kandidaten wurden einstimmig gewählt. Die Awo, die im letzten Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feierte, ehrte aber auch langjährige Mitglieder. Stadtrat Peter Prokop, seit 55 Jahren Mitglied, und Elisabeth Engert, die auch schon im Vorstand mitwirkte, ist seit 50 Jahren dabei, beide wurden von Manfred Braun besonders gewürdigt.