Bei guter Gesundheit feierte das Ehepaar Ambros und Theresia Neundörfer im engsten Familienkreis ihre diamantene Hochzeit in der Basilika zu Gößweinstein. Dorthin unternahmen sie schon in jungen Jahren gerne Wallfahrten von Strullendorf aus.

Beide sind geborene Strullendorfer und stammen aus landwirtschaftlichen beziehungsweise handwerklich geprägten Elternhäusern. Im Jahr 1951 lernten sie sich beim Tanzen näher kennen und lieben. 1956 heirateten sie in der Laurentiuskirche in Strullendorf. Das Ehepaar hat zwei Söhne, Wolfgang und Reinhard, sowie fünf Enkelkinder.

1948 trat Ambros Neundörfer (87), nach drei Jahren Handelsschule, eine Lehre bei der Dresdner Bank (heute Commerzbank) in Bamberg an und hielt ihr bis zur Rente 1990 die Treue - viele Jahre davon in verantwortungsvoller Position als Innenleiter und Prokurist. Daneben half er abends nach dem Dienst dem Schwiegervater in der Landwirtschaft. Er war viele Jahre Verwalter der Finanzen des örtlichen Kindergartens, Mitglied der Kirchenverwaltung und 50 Jahre lang begeisterter Sänger beim Gesangverein Strullendorf.

Ehefrau Theresia (83) musste, bedingt durch den frühen Tod der Mutter, bereits als 15-Jährige für den Vater und die beiden jüngeren Geschwister den Haushalt führen. Als dann ihre beiden Söhne geboren wurden, kam der eigene Haushalt im neuen Eigenheim hinzu.

Beide Jubilare sind bis heute aktiv: Sie versorgt mehrere Gärten, ist leidenschaftliche Handarbeiterin, kümmerte sich 20 Jahre lang zusammen mit anderen um den Blumenschmuck der neuen Pfarrkirche St. Paul und war lange in der KAB aktiv.

Er ist interessierter Leser vorwiegend politischer und zeitgeschichtlicher Thematik. Beide fahren im fortgeschrittenen Alter immer noch Fahrrad.

Seitens der Gemeinde übermittelte der Erste Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU) die Glückwünsche.