Ein Polizeibeamter ging in der Gerichtsverhandlung auf die Aussagen von Andrea G. bei der Vernehmung nach der Festnahme ein.

Geburt Die Geburten will die Angeklagte meistens abends alleine in der Wohnung durchgeführt haben. Die Kinder hätten geschlafen, der Mann sei nicht zu Hause gewesen. Die Geburten der versteckten Babys haben den Ermittlungen zu Folge vermutlich von 2004 bis 2013 stattgefunden.

Kinder Die Babys seien meistens im Stehen geboren worden, die Nabelschnüre beim Sturz gerissen. Wie viele Kinder lebend geboren wurden, konnte die Angeklagte nicht mit Sicherheit sagen. Die atmenden Kinder habe sie mit Tüchern erstickt. Der Polizei habe sie dies als "Kurzschlussreaktion" geschildert, die sie bei weiteren Lebendgeburten wohl ebenfalls vorgenommen hätte. Dann habe sie die Kleinen verpackt und versteckt.

Ehemann Die Angeklagte habe der Polizei erklärt, dass sie ihren Mann über die Jahre auf Kinderleichen im Haus angesprochen, er es aber ungläubig abgetan habe. Aus seiner polizeilichen Vernehmung ging hervor, dass sie 2014 einmal von einer Fehlgeburt gesprochen haben soll. Bei der Polizei habe Andrea G. bestritten, von ihrem Mann vergewaltigt worden zu sein, so der Beamte.

Verhütung Ein anderer Beamter berichtete von der polizeilichen Vernehmung des Johann G. Der Angeklagte sei davon ausgegangen, dass seine Frau zunächst die Pille genommen habe und dann sterilisiert gewesen sei. Deshalb habe er mit keiner Schwangerschaft mehr gerechnet. Weitere Kinder habe er mit den Worten abgelehnt: "Ich bin doch kein Zuchtbulle." Seine Ehe sei zunächst schön gewesen, später unter anderem durch die finanziellen Probleme seiner Frau getrübt worden.