Seiltänzer auf dem
Schweinemarkt

Auf die Morgen von der weit bekannten Seiltänzergesellschaft Zimmermann auf dem Schweinemarkt in Forchheim veranstalteten Vorstellung machen wir die hiesige Einwohnerschaft aufmerksam. (2. Oktober)
Kartoffelverkauf
im Güterbahnhof

Am Dienstag um 13 Uhr verkauft die Stadtgemeinde Forchheim im Güterbahnhof wieder Kartoffeln. Der Preis beträgt 3,50 Mark je Zentner, wobei bemerkt wird, dass es sich um eine bessere Sorte handelt. Es ist das erforderliche Kleingeld mitzubringen. An Kinder werden Kartoffeln nicht abgegeben wegen der Gefahr, dass Kinder sich am Güterbahnhof aufhalten.(4. Oktober)
Auszeichnung für Soldat aus Oberwimmelbach

Einem Sohn unserer Gemeinde Oberwimmelbach, dem Infanteristen Martin Kainer, Sohn des Gastwirts Kainer dahier, wurde für seine große Tapferkeit das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern und das Eiserne Kreuz verliehen. Dem Helden wünschen wir baldige siegreiche und gesunde Heimkehr aus dem Feld! (7. Oktober)
Regierungspräsident
zu Gast

Seine Exzellenz der Regierungspräsident von Brenner traf Gestern um 11 Uhr von Bayreuth kommend am Bahnhof in Forchheim ein. Die Begrüßung erfolgte durch Hofrat Strecker, sodann wurde der hohe Gast ins Rathaus geleitet, wo er sich über die Kriegsfürsorge in Forchheim informierte. Des Weiteren besuchte er das Forchheimer Lazarett im Progymnasium und das Säuglingsheim im Waisenhaus. Sehr befriedigt über die getroffenen Maßnahmen reiste der Gast am Abend wieder nach Bayreuth zurück. (Forchheim, 14. Oktober)
Für Kriegsgefangene
in Russland

Furchtbar schwer und traurig ist das Los der Deutschen Kriegsgefangenen in Russland. Der russische Winter steht vor der Tür. 100 000 Kriegsgefangene kommen insgesamt in Frage, für die das Deutsche Reich in treuer Liebe sorgen soll. Von den hierzu 100 000 Paketen im Werte von 40 Mark soll das Land Bayern 10 000 Pakete einbringen. So ist Unterwäsche aus Wolle besonders begehrt. Ist dieses Liebeswerk vollbracht, sollen die Gefangenen in Frankreich und den übrigen Ländern versorgt werden. Zur Beschaffung der nötigen Geldmittel wird am Sonntag, 10. Oktober, ein Kriegsgefangenentag abgehalten. An diesem Tag werden junge Damen wieder in opferwilliger Weise Sammlungen vornehmen. Jeder trage daher mit seinen Kräften zur Erreichung dieses Zieles bei, auch die kleinste Gabe hat großen Wert. (8. Oktober)
Ausstellung im Schaufenster Keller

Im Schaufenster des Georg Keller in der Hauptstraße von Forchheim haben die Verwundeten des Forchheimer Lazaretts über die von ihnen gefertigten Handarbeiten eine kleine Ausstellung zusammengestellt. Wir finden hier recht hübsch und sauber gearbeitete Gegenstände in Korbflechterei, Holzschnitzerei und Laubsägearbeiten. Sehenswert ist diese Ausstellung, zeigt sie doch, dass unsere Feldgrauen auch über die Langeweile den Sieg davontragen. (Forchheim, 18. Oktober)
1352 Mark und eine Kiste Zigarren gesammelt

Bei der am Sonntag veranstalteten Sammlung zur Beschaffung von "Liebesgaben" für Deutsche Kriegsgefangene in Russland sind 1352 Mark und eine Kiste Zigarren eingegangen. Wir sprechen für diese wiederholt gezeigte Opferwilligkeit den edlen Spendern und natürlich auch allen Damen und Herren, die bei der Sammlung sich eingesetzt haben, den herzlichsten Dank aus. (19. Okt.)

Höchstpreis für Butter beträgt zwei Mark

Das stellvertretende Generalkommando des 3. Armeekorpes setzte ab sofort Höchstpreise für Butter fest. Das Pfund beste Molkereibutter kostet 2 Mark, Landbutter 1,50 und Butterschmalz 1,90 Mark. (21. Oktober)




Textzusammenstellung: Rainer Kestler, Stadtarchiv Forchheim