Sonnefeld — Schon in absehbarer Zeit wird das seit Jahren brach liegende Baywa-Areal an der Rothgasse wieder genutzt. Das sehen Planungen vor, die Geschäftsführer Georg Brückner für die Terra-Tec GmbH (Michelau) im Rahmen der Bauausschusssitzung präsentierte. Danach finden sowohl das landschaftsprägende 25-Meter-Hochhaus, als auch der vorgelagerte Wohntrakt und die ebenerdigen Werkstatträume ohne Strukturveränderungen eine neue Verwendung.
Vorgesehen ist, mit Investitionen im hohen sechsstelligen Bereich eine Holzverstromungsanlage zu installieren, mit der Abfallholz vergast und im weiteren Behandlungsprozess in Ökostrom und Wärme umgewandelt werden kann.
"Bundesweit haben wir bereits 15 derartige Anlagen erfolgreich installiert", hob Brückner hervor. Die früheren Getreidesilos im Teilbereich Hochhaus werden als Zwischenlager für bereits zerkleinert aus der Region angelieferten Abfall genutzt, der bei Waldrodungsarbeiten und Landschaftspflege anfällt. Vorgesehen ist die monatliche Verarbeitung von 200 Tonnen über die Straße angelieferten Rohmaterials. Daraus sollen stündlich etwa 300 Kilowatt Strom erzeugt und dabei entstehende Wärme zur Weiternutzung anfallen.
Jessica Förtsch lobte die bereits im Landratsamt vorgelegten Pläne, mit denen das Gewerbegebiet Wiederbelebung und das Areal optische Aufwertung erfahre. Bei der Energieumwandlung anfallende Emissionen seien als unerheblich einzustufen. Es entstehen 25 neue Arbeitsplätze. In der von Bürgermeister Michael Keilich (CSU) geleiteten Diskussionsrunde fand das Projekt, auch im Zeichen der Energiewende, Befürworter und schließlich bedenkenlose Zustimmung. oe