Bamberg — Im September beginnt üblicherweise - so auch in diesem Jahr - der Herbstauf-schwung am Arbeitsmarkt. Lediglich vor drei Jahren wurde der saisonale Aufschwung durch negative konjunkturelle Auswirkungen gehemmt. Im Agenturbezirk Bamberg-Coburg wurden Ende September 2015 insgesamt 273 arbeitslose Menschen weniger gezählt als noch im August. Ende dieses Monats waren 12 150 Personen arbeitslos gemeldet, teilt die Agentur mit. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte und betrug somit 3,6 Prozent. Mit einem Minus von 108 trug die Gruppe der Jüngeren (15-25 Jahre) den größten Beitrag zum Abbau der saisonalen Arbeitslosigkeit bei.
Im Stadtgebiet Bamberg nahm die Zahl der Arbeitslosen um 33 Personen ab. Sie betrug Ende September 1869. Gegenüber September 2014 waren es 29 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent (Vorjahr 5,0 Prozent). Im Berichtsmonat meldeten die Arbeitgeber aus dem Stadtgebiet 407 Stellen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist dies eine Steigerung um 88,4 Prozent.
Im Landkreis Bamberg wurden 2177 arbeitslose Personen gezählt (Vormonat 2 259). Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm die Arbeitslosigkeit um 304 Personen bzw. 12,3 Prozent ab. Es errechnet sich damit eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent (Vorjahresmonat 2,9 Prozent). Aus dem Landkreis Bamberg gingen in diesem Monat 221 Stellenangebote ein. Dies sind 26 Stellen mehr als vor einem Jahr.
Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, schätzt die aktuelle Lage wie folgt ein: "Der positive Trend des Arbeitsmarktes in der Region Bamberg-Coburg setzte sich fort: 805 bzw. 6,2 Prozent Arbeitslose weniger als vor einem Jahr - das ist sehr erfreulich. Davon profitierte der konjunktursensible Rechtskreis SGB III besonders stark." Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt laut Glos sehr hoch. In diesem Monat gingen bei der Agentur für Arbeit 1513 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote ein. Gegenüber September 2014 seien dies fast 26 Prozent mehr. Der Bestand an offenen Stellen lag mit 4798 um 17,3 Prozent höher als im Vorjahr. Es gelinge nicht immer, freie Stellen mit arbeitslosen Bewerbern zu besetzen, da Anforderungsprofil des Betriebes und Bewerberprofil zu weit abwichen, berichten die Statistiker. Qualifizierung, Beratung und Betreuung seien dann die Instrumente, die einen Abbau der strukturellen Arbeitslosigkeit bewirken können.
In den Jobcentern des Agenturbezirks waren Ende September 5939 Personen arbeitslos gemeldet. Dies sind 42 Menschen weniger als im Vormonat. Gegenüber dem September letzten Jahres konnte eine Reduzierung der Zahl der Arbeitslosen um 61 oder ein Prozent festgestellt werden. Einen Erfolg können die Jobcenter beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit verbuchen. Zwar zählten 2266 Personen zu diesem Personenkreis, das sind jedoch gegenüber dem Vorjahresmonat 125 Personen oder 5,2 Prozent weniger. Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit ausländischem Pass stieg gegenüber September 2014 um 95 bzw. 11,5 Prozent an. Flüchtlinge und Asylbewerber, deren Aufenthaltsstatus geklärt ist, haben Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung.