Ebersdorf bei Coburg — Der Gesangverein 1861 Ebersdorf hatte sich auch im zurückliegenden Jahr wieder viel vorgenommen. "Denn, wie kommen wir zu neuen Sängerinnen und Sängern? Doch nur, wenn wir singen, singen, singen und uns immer wieder präsentieren, so oft es geht", führte bei der Hauptversammlung Schriftführerin Heike Günther in ihrem Jahresbericht an.
Neben unterschiedlichen Gastauftritten wurden mehrere Ständchen gesungen. Sehr gut kommt die Faschings-Singstunde an. Gesellige Veranstaltungen, wie ein Ausflug an die Donau oder das traditionelle Rippchenessen stärkten die Kameradschaft. Mit weiteren musikalischen Gästen wurde ein Frühlingskonzert veranstaltet, auf das intensiv hingearbeitet wurde, ebenso auf das Weihnachtskonzert, das den Schlusspunkt unter die musikalischen Aktivitäten des Vereins zum Jahresende setzte.
Viel Probenfleiß, Disziplin und Aufgeschlossenheit bewiesen die Aktiven, bescheinigte Chorleiter Wolfgang Blümel den Sängern. Erfolgreiche Auftritte waren der Lohn für die Mühen und sind zugleich Ansporn. Eine Bereicherung für das kulturelle Leben in der Gemeinde waren die drei Konzerte. Bei diesen habe sich der Chor als aktiver und vitaler Klangkörper präsentiert.
Der stetig steigende Altersdurchschnitt und das damit verbundene Stimmenvolumens erfordert allerdings eine Umorientierung. Obwohl der Verein aktiv Werbung für das Singen im Chor betreibt, haben sich die Erwartungen, jüngere Menschen dafür zu begeistern, nicht erfüllt. Demnach müssen die Auftritte des gemischten Chores künftig wohl überlegt sein.
Der Chorleiter signalisierte trotz anderer Auslastung, neue Wege, wie etwa mit kleinerem Ensemble, zu gehen. Mit der Einstudierung von Evergreens, leichter Unterhaltungsmusik, Songs mit englischen Texten aber auch anspruchsvollen Stücken, wie beim Weihnachtskonzert, weise man in eine neue Richtung.
Vorsitzender Michael König zeigte auf, dass die vorhandenen Ressourcen sinnvoll genutzt werden müssen und durchaus auch über neue Strukturen nachzudenken ist. Mit einer Plakataktion will der Verein, der auch Neuem aufgeschlossen gegenübersteht, um Verstärkung in den Reihen der Aktiven werben.
Schatzmeisterin Rosemarie Morgenthum berichtete von 33 abgehaltenen Singstunden und sieben Ständchen. Dem Verein gehören 24 Aktive und 29 Passive an. An die Probeneifrigsten Martha Thomä, Helmut und Karin Hümmer sowie Chorleiter Wolfgang Blümel wurden Präsente überreicht, da sie keine Singstunde verpassten.
Bürgermeister Bernd Reisenweber zollte dem Chor Anerkennung für die Konzerte und machte deutlich, dass der Gesangverein ein wichtiger Kulturträger der Gemeinde ist.
Ehrungen: Für 40-jähriges Singen im Chor wurden mit Ehrennadel und Urkunde des Fränkischen Sängerbundes Elvira Liske und Herbert Leistner ausgezeichnet. Für 10 Jahre erhielt Else Groß das Abzeichen. ake