Ein Hauch von Nostalgie wehte durchs Gsieser Tal in Süd-Tirol als Ralf Stejskal und Daniel Götz vom SV Bergdorf-Höhn/Team Land Rover auf den Spuren von Kapuzinerpater Joachim Haspinger, dem wohl berühmtesten Sohn des Tales und Schutzpatron des Laufes beim 33. Gsieser Skimarathon, an den Start gingen.
Der Tiroler Freiheitskämpfer besiegte zusammen mit Andreas Hofer die bayerischen und französichen Truppen in der berühmten Schlacht am Berg Isel bei Innsbruck.
Bei traumhaften Winterwetter und Minus 13 Grad starteten in St. Martin fast 1000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen über 42 Kilometer Klassisch aus 39 Nationen. Dabei waren auch viele große Namen der Langlaufszene. Die Loipe war hervorragend präperiert, zum größten Teil aber mit Kunstschnee belegt.
Von St.Martin ging es 15 Kilometer talauswärts in Richtung Welsberg und dann wieder zurück bis nach St. Martin , wo von den Läufern ein sechs Kilometer langer Anstieg mit 250 Höhenmeter bewältigt werden musste um nach St. Magdalena zu gelangen. Vom höchstgelegensten Ort im Gsieser Tal ging es in einer rasanten Abfahrt wieder zurück nach St. Martin dem Zielpunkt. Ralf Stejskal erwischte aus dem 1. Startblock einen guten Start. Nach der Wende am Talanfang lag der Höhner auf Platz 79. Von nun an ging es nur noch bergauf und der Höhner überholte Läufer um Läufer überholen. Am Schlussanstieg lag Stejskal bereits auf Platz 65. Bis hinauf zum höchsten Punkte arbeitete er sich bis auf Platz 56 vor. Dabei legte er ein Tempo von bis zu 55 Stundenkilometer vor. Anschließend ging es auf die vier Kilometer lange rasante Abfahrt ins Tal.
In einer Topzeit von 2:08.17 Stunden über 42 Kilometer mit 440 Höhenmeter finishte der Höhner im Gesamtfeld auf Platz 56 - und das ohne Steigwachs nur in der Doppelstocktechnik.
Am Sonntag ging Daniel Götz bei Bilderbuchwetter und etwas gemäßigten Temperaturen über 30 Kilometer Skating an den Start. Der Höhner, der sich in Toblach auf seine Prüfung zum C-Trainer Ski-Nordisch vorbereitete, nutze die Gelegenheit zur Formüberprüfung.
Aus der dritten Startreihe startend, rollte er das Feld von hinten auf. Vor ihm lagen noch fast 450 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die es zu überholen galt.
Darunter war auch der dreifach Olympiasieger Di Centa. Mit Top-Material vom Höhner Skitechniker ausgestattet, lief Götz bestens und so kämpfte sich bis auf Platz 77 im Gesamteinlauf vor (1:26:41 Stunden). rs