Freundschaftliche Begegnungen, die Situation der katholischen Kirche in Frankreich und vor allem das Leben des Heiligen Franz von Sales standen im Mittelpunkt der Pfarrreise des Seelsorgebereichs Weißenohe, Stöckach-Forth, Gräfenberg und Eckenhaid. Selbst die Städtepartnerschaft zwischen dem französischen Pringy und Gräfenberg wurde während der Reise um eine Dimension erweitert.
Auf den Spuren des Heiligen Franz von Sales (1567 - 1622) reisten 50 Gläubige mit ihrem Pfarrer Andreas Hornung nach Hochsavoyen in Frankreich. Bereits die Busfahrt in das 750 Kilometer entfernten Annecy war dem Heiligen gewidmet, der zusammen mit seiner geistlichen Freundin Franziska von Chantal den Orden der Salesianerinnen gegründet hatte.
Wie lebte der Heilige, wer begleitete sein Leben und wie sieht die Situation der katholischen Kirch in Frankreich heute aus? Antworten auf diese Fragen erforschte die Pilgergruppe noch am Ankunftstag. So feierte die Pilgergruppe am ersten Morgen eine Messe in der hoch über der Stadt gelegenen Basilika "La Visitation", wo fast auf den Tag genau 30 Jahre vor ihnen Papst Johannes Paul II. am Grab des großen Kirchenlehrers gebetet hatte. Nicht unbekannt ist der Film "Menschen und Götter". "Das Leben und Sterben der Trappisten, der Mönche, die für ihren unnachahmlichen Gesang berühmt sind, bewegte die ganze Welt. Auch diese berühmten Mönche von Thibirine lernte die Pilgergruppe im Trappistenkloster Notre Dame de Tamié kennen. Der Wunsch nach Versöhnung, Freundschaft und Brüderlichkeit hatte vor 30 Jahren zur Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Pringy und Gräfenberg geführt. Umso mehr freute sich die Pilgergruppe, den Altbürgermeister von Pringy, Maurice Poncin, der vor fast 30 Jahren die Städtepartnerschaft unterzeichnet hat, kennenzulernen und wiederzutreffen. Diese Freundschaft wurde vertieft und erweitert bei einem gemeinsamen Gottesdienst mit 120 deutschen und französischen Gläubigen. Die bewegende Messe hielten die Geistlichen Pfarrer Gilles Chassé, ein Mitbruder, ein Diakon und Pfarrer Andreas Hornung. Die Gläubigen auf beiden Seiten stellten ihre Seelsorgebereiche vor. Tiefen Eindruck hinterlassen hat Pfarrer Hornungs Geschenk, ein selbstgemaltes symbolträchtiges Bild, mit Motiven, die den Gemeinden wichtig sind.
Die weltberühmten Kirche Notre Dame de Toute Grâce, im kleinen Dorf Assy, gegenüber dem Mont-Blanc-Massiv gelegen, bot einen weiteren Höhepunkt der Reise.
Nicht nur die Pilgergruppe war von dem ehemaligen Benediktinerkloster Hautecombe beeindruckt. Als Begräbnisstätte der Herzöge von Savoyen und Könige von Italien von historischer Bedeutung, bietet heute dort die Neue Geistliche Gemeinschaft "Chemin Neuf" vorwiegend jungen Menschen aller Konfessionen und aus allen Kontinenten einen Ort, um Orientierung für ihren weiteren Glaubens- und Lebensweg zu finden. Ermutigt sind die vielen jungen Leute durch die Texte des Heiligen Franz von Sales. Er hat Spuren hinterlassen. Spuren, die auch die Pilgergruppe sehr beeindruckt haben.