Ebensfeld — 60 Jahre haben Johann Schauer und seine Gattin Sophia, geborene Kropp, Freud und Leid miteinander geteilt. Jetzt feierten sie im Kreise ihrer großen Familie mit zahlreichen Nachbarn, Freunden, Bekannten und Verwandten das nicht alltägliche Fest der diamantenen Hochzeit.


Wandern und Verreisen als Hobby

Am Karfreitag auf dem Staffelberg haben sie sich kennen gelernt. "Da hat es gleich zwischen uns zwei gefunkt", erinnerte sich die Jubelbraut, die aus Döringstadt stammt. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie zuerst drei Jahre in der Küche der Gastwirtschaft "Zum alten Fritz", anschließend bei der Polsterfirma Hordeaux Bergmann, dann in der Porzellanfabrik Alka, bevor sie in der Gestellfabrik Heider in Ebensfeld bis zu ihrer Verrentung arbeitete. Die Jubelbraut ist Mitglied in der Frauenunion und bei den Wan derfreunden im Itzgrund. Das Wandern und vor allem das Verreisen in die große weite Welt sind ihr Hobby und ihre große Leidenschaft, so die Jubilarin.
Der Jubelbräutigam ist ein gebürtiger Ebensfelder und erlernte nach dem Besuch der Volksschule das Maurerhandwerk. Nach elf Jahren am Bau arbeitete er 13 Jahre bei der Schwanenbräu in Ebensfeld, bevor er 21 Jahre bei den Reifenwerken Michelin bis zu seiner Verrentung angestellt war. Johann Schauer ist ebenfalls Mitglied bei den Wanderfreunden im Itzgrund, beim TSV Ebensfeld, wo er einst Fußball spielte und beim Sozialverband Deutschland (ehemaliger Reichsbund).
In der Basilika in Vierzehnheiligen wurden sie getraut und am Standesamt in Ebensfeld gaben sie sich das Jawort. Aus der Ehe gingen ein weibliches Zwillingspärchen und zwei Söhne hervor, die ihnen wiederum sechs Enkelkinder schenkten. Das Jubelpaar blieb jedoch nicht von Schicksalsschlägen verschont. Ein Mädchen der Zwillinge verstarb bereits im Alter von vier Monaten, das andere Zwillingsmädchen verstarb nach langer schwerer Krankheit im Alter von 37 Jahren.


Karte von Seehofer

Neben zahlreichen Nachbarn, Freunden, Bekannten und Verwandten gratulierten auch die Abordnungen der Vereine. Pfarrer Rudolf Scharf übermittelte die Grüße der Pfarrei Ebensfeld und Hauke Petersen, der Zweite Bürgermeister der Marktgemeinde Ebensfeld, überreichte im Namen der Marktgemeinde Blumen und ein Präsent. Petersen wünschte für die kommenden Jahre vor allem viel Gesundheit. Eine große Freude hatte das Jubelpaar über die Glückwünsche des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der dem Diamantpaar eine Glückwunschkarte geschickt hatte. Die liebsten Gratulanten waren jedoch die zwei Urenkelkinder, auf die das Jubelpaar besonders stolz ist. hv.