Wie geht es mit dem Stadtgestaltungsbeirat weiter? Antworten auf diese Frage sollen demnächst an einem runden Tisch gefunden werden, dem der Oberbürgermeister, die Fraktionsvorsitzenden und Vertreter des Baureferats angehören werden.
"Offensichtlich besteht ein grundsätzlicher Gesprächsbedarf zu Selbstverständnis und Geschäftsordnung des Stadtgestaltungsbeirats", formulierte das Stadtpanungsamt in einer Sitzungsvorlage für den Bausenat, der am vergangenen Mittwoch tagte.
Der Stadtgestaltungsbeirat, dessen Mitglieder nicht aus Bamberg sind, war jüngst in die Kritik geraten, als es um das "Glashaus" in der Kettenbrückstraße und den Neubau der Unteren Mühlen ging. Daraufhin hatte Stadtrat Dieter Weinsheimer im Namen der Fraktion Bamberger Allianz (BA) beantragt, den Stadtgestaltungsbeirat künftig wieder nichtöffentlich tagen zu lassen. Begründung: Der Stadtgestaltungsbeirat sei ein vorberatendes Gremium. Seine Mitglieder wollten nicht in parteipolitisches Gezerre hineingezogen werden. Im Beirat würden keine Beschlüsse gefasst; das Entscheidungsrecht des Bausenats bleibe also unberührt. Insgesamt gesehen habe sich die Arbeit des Gremiums, das speziell für die bauliche Entwicklung des Weltkulturerbes eingerichtet worden sei, als sehr fruchtbar erwiesen, urteilt Weinsheimer.
Im Baureferat und bei den Mitgliedern des Bausenats ist der Appell Weinsheimers nicht ungehört verhallt, heißt es aus dem Rathaus. Als es in der jüngsten Sitzung darum gehen sollte, über die turnusmäßige Neubesetzung abzustimmen, wurde der Tagesordnungspunkt abgesetzt.
Nun wolle man erst einmal intern klären, wie es mit dem Stadtgestaltungsbeirat weitergeht. gg