Das Landesgartenschaugelände in Kronach ist der ideale Platz für Jung und Alt, Senioren, Singles und Familien, den Sonntag im Grünen zu verbringen. Erwachsene erfrischen sich im Biergarten, Kinder toben auf dem Spielplatz, Sportler erproben die Kletterwand oder spielen Beachvolleyball. Dazwischen wuseln Spaziergänger, Hunde, Radfahrer oder Inlineskater.
Ab Anfang Mai gesellen sich zu dem bunten Treiben wieder bunte Klänge - unter dem Motto "Neue Ufer" startet das Sommerprogramm mit rund 15 Konzerten sowie weiteren Veranstaltungen. Die Konzerte beginnen um 15 Uhr. Das Jugendorchester Kronach eröffnet die musikalische Saison am 7. Mai, danach geht es jeden Sonntag rund. Eine Ausnahme ist der August, in dem viele Musiker selbst im Urlaub sind.


Nach sieben Jahren Selbstläufer

Rainer Kober von Kronach Creativ und Touristikchefin Kerstin Löw stellten das Programm für 2017 vor und freuten sich, dass sich die Veranstaltungsreihe nach sieben Jahren zum Selbstläufer entwickelt hat. In diesem Jahr musste man sogar drei Orchestern absagen. "Anfangs war die Skepsis bei den Musikern groß", erinnert sich Kober, "aber das änderte sich schnell, als der Spendenhut prall gefüllt zurückkam." Die Konzerte bilden den Rahmen, dazwischen werden weitere Events eingestreut. So dürften sich Kinder über das Hüpfburgenfestival freuen, aber auch über die Spaziergänge ins Reich der Biber, die zwei Mal stattfinden.
Einen festen Platz haben die Open-Air Gala "1000 Herzen für Kronach", der Run of Hope und die Beachvolleyball-Stadtmeisterschaften. Zum Reformationsjubiläum wird der Dekanatskirchentag abgehalten. Den Abschluss bildet traditionell der beliebte Apfelmarkt im Oktober.
49 Musikkapellen gibt es im Landkreis. Deren Repertoire bedient einen breit gefächerten Musikgeschmack, denn es reicht von traditionell bis modern.
Durchschnittlich 300 Personen kommen zu den Konzerten, bei gutem Wetter können es auch mal 500 sein. Spielt das Wetter überhaupt nicht mit, werden einzelne Veranstaltungen abgesagt. Dies ist jedes Jahr zwei bis drei Mal der Fall.
Eine Entwicklungsperspektive sähe Rainer Kober daher in einer wetterfesten Lösung. Bisher wurde die Zuschauertribüne nicht überdacht, weil man den Blick auf die Stadt und die Festung nicht verbauen wollte. Viele Leute ziehen weiteres Publikum an. Die Veranstaltungen seien daher eine ideale Plattform für Vereine, sich mit eigenen Aktionen bekannt zu machen und neue Mitglieder zu werben.
Ein anonymer Spender stiftet jedes Jahr 1000 Euro für Vereine, die sich besonders in der Jugendarbeit starkmachen. 2016 ging der Preis an den "Büddl Express". Dieser Verein besteht aus einer einzigen Großfamilie. njm