Baunach — Nach dem Basketballfest in der Bamberger Brose Arena, als sie nur hauchdünn mit 95:98 nach Verlängerung dem Tabellenführer aus Würzburg unterlagen, ist wieder Ligaalltag für die Jungs von Bike-Cafe Messingschlager Baunach (10.) angesagt. Am morgigen Samstag sind sie in der 2. Liga ProA um 19.30 Uhr zu Gast beim Tabellenelften Kirchheim Knights.
Die Gastgeber gewannen nur zwei ihrer letzten sieben Spiele, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass sie sechs dieser sieben Spiele in der Fremde bestritten. Das einzige Heimspiel war dann auch noch ausgerechnet das gegen den Tabellenführer Würzburg, sodass diese Schwächeperiode einfach zu erklären ist. Ein weiterer Grund ist sicher auch die Verletzung ihres Centerriesen Enosch Wolf, der bis dahin ihr bester Rebounder war und auch im Angriff für viel Gefahr sorgte. Auch deshalb haben die Kirchheimer nochmals auf dem Transfermarkt zugeschlagen und den ehemaligen Nationalspieler Julian Sensley verpflichtet, der in seinen beiden Spielen bisher auch gleich zum Topscorer der "Ritter" avancierte. Bereits im Hinspiel in Bamberg, das die Pavic-Jungs mit 102:91 gewannen, war zu erkennen, dass die Knights ein unangenehm zu spielender Gegner sind. Sie haben zwar einen relativ kleinen Kader, der durch die Verletzung von Wolf und zuletzt Jordan Wild zusätzlich nochmals geschwächt wurde, doch jeder Kirchheimer ist von der Baunacher Verteidigung zu beachten. Vor allem Aufbauspieler Bryan Smithson und Center Ben Beran ragen heraus. Auch der abgezockte, bundesligaerfahrene Radi Tomasevic versteht es, dem Gegner das Leben schwer zu machen.

"Werden noch viel Freude haben"

Nachdem die junge Baunacher Truppe am letzten Sonntag ihren Respekt vor Gegner und ungewohnter Zuschauerkulisse abgelegt hatte, war sie dem souveränen Tabellenführer in der zweiten Hälfte ebenbürtig und hatte die Würzburger schon "im Sack". Jedoch vergaß sie in den letzten sieben Sekunden, den Sack noch zuzumachen und wurde dafür bestraft. Dennoch waren die Baunacher Fans nach kurzer Enttäuschung alle restlos begeistert vom grandiosen Auftritt der Youngster und der bombastischen Stimmung in der Brose Arena.
Coach Ivan Pavic sagt: "Ich denke, wir können stolz auf die Leistung dieser Jungs sein. Was die nach der Pause für einen Charakter bewiesen haben, ist schon fantastisch. Die erste Halbzeit und die Schlussphase buchen wir unter Lernprozess ab. Das hilft uns sicherlich in der Zukunft. Wir werden noch viel Freude an dieser ehrgeizigen Truppe in der ProA haben." hi