von unserem Mitarbeiter Gerd Klemenz

Roth — Am Samstag, 12. September, zum Hochfest Maria Geburt, findet die Ortswallfahrt von Roth zum ältesten und wohl bedeutendsten Wallfahrtsort im Erzbistum Bamberg, nach Marienweiher im Frankenwald, statt.


Päpstliche Basika seit 1993

Die Rokokokirche in ihrer heutigen Gestalt entstand 1719 bis 1722. Eine verhältnismäßig seltene Auszeichnung wurde am 25. Juni 1993 der Wallfahrtskirche zuteil, der Ehrentitel einer Päpstlichen Basilika. Am 12. September 1993 feierte der Erzbischof von Bamberg, Elmar Maria Kredel, den Festgottesdienst mit Verlesung des päpstlichen Dekretes und der Übergabe des Papstwappens. Einen Pilgerbaum hat es in Bayern vermutlich bislang noch nicht gegeben. Zu Füßen der Basilika Marienweiher steht seit Mai 2012 ein solch außergewöhnlicher Maibaum. Stattliche 25 Meter hoch ist der prächtige Pilgerbaum, der in der Dorfmitte von Marienweiher steht. Ein solcher Baum dürfte wohl bayernweit seinesgleichen suchen.
Die Idee dazu wurde nicht etwa von Wallfahrern geboren, sondern an einem Stammtisch im Dorfwirtshaus. Der Pilgerbaum ist allen Wallfahrern gewidmet, die zu Ehren der Mutter Gottes nach Marienweiher kommen. Mit 25 Schildern von verschiedenen Orten, die alljährlich nach Marienweiher eine Wallfahrt unternehmen, begann das Unternehmen "Pilgerbaum". Mittlerweile sind 47 Schilder mit den Wappen der Gemeinden und Städte angebracht, die einen Bezug zur Basilika in Marienweiher haben und die restlichen Orte, die keine Wappen haben, wurden per Sammelnachweis benannt, sodass gegenwärtig 68 Orte "verewigt" sind, die alljährlich den Wallfahrtsort mit Wallfahrten besuchen.


Erste Etappe: Bahnhof Hochstadt

Am Samstag, 12. September, um 6.45 Uhr ist an der Rother Kapelle Treffpunkt und nach dem Pilgersegen vom Islinger Pfarrer Henryk Chelkowski begibt sich die Pilgergruppe zu Fuß nach Hochstadt. Von dort fährt dann die Bahn bis Ludwigschorgast. Die Reststrecke wird dann wieder zu Fuß zurückgelegt. Gegen Mittag ist Einzug in der Päpstlichen Basilika in Marienweiher. Um 14 Uhr wird der Kreuzweg gebetet. Um 18.30 wird ein Rosenkranz für die im letzten Jahr Verstorbenen aus Roth in der Basilika gebetet.
Höhepunkt ist das Pontifikalamt um 19 Uhr mit anschließender Lichterprozession. Hierbei wird das Allerheiligste traditionell von den Rother Pilgern begleitet. Am Sonntag, 14. September, ist um 7 Uhr das Rother Wallfahrtsamt am Gnadenort. Um 8.45 Uhr zieht die Pilgergruppe aus der Basilika aus und begibt sich auf den Rückweg. Eine Abordnung der Ansbachtaler Musikanten begleitet auch heuer wieder die Wallfahrt. Nach der Ankunft am Sonntagnachmittag ist die traditionelle Einkehr am Feuerwehrhaus. Bei Bratwürsten und Getränken tauschen die Wallfahrer ihre Eindrücke mit den "Daheimgebliebenen" aus und lassen so die Wallfahrt ausklingen.