Mit der aktuellen Asylsituation hatte sich der Wirsberger Gemeinderat zu beschäftigen. Die von der Gemeinde verfolgte dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen habe sich als ein richtiger Weg herausgestellt, betonte Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD).
Die neuen Mitbürger könnten nicht nur in der Gemeinde in Ruhe leben, sondern sich auch Beziehungen zur Nachbarschaft aufbauen. Bürgermeister Anselstetter: "Wir haben zu den Leuten ständig Kontakt.Wenn wir uns gemeinsam bemühen, dann klappt es auch mit der Integration."
Als sehr bedauerlich bezeichnete es Bürgermeister Hermann Anselstetter, dass es derzeit sieben Gemeinden im Landkreis gebe, die überhaupt keine Asylsuchenden oder Flüchtlinge aufgenommen haben.
Dankbar zeigte sich Anselstetter für eine großzügige Spende von K2 Snow-Boarding Europa, die über seinen Sohn Max 200 Sportkleidungsstücke für die Asylsuchenden und Flüchtlinge spendete.
Einen Teil davon habe man an die Kleiderkammer nach Neuenmarkt und an die Awo Kulmbach weitergegeben.
Kritisch setzte sich Bürgermeister Hermann Anselstetter mit den Förderkriterien des Kommunalinvestitionsprogramms auseinander, denn Wirsberg zählt zu den vier Kommunen im Landkreis, die derzeit keinen Anspruch auf Förderung haben. Der Markt Wirsberg will sich dennoch nochmals an die zuständigen Stellen wenden, um sich zumindest für das Programm bewerben zu können.
Zustimmung fanden einige Änderungen der Beschilderungen für Einrichtungen in der Marktgemeinde. So wird das Jugendtagungshaus künftig wieder mit dem Symbol und der Bezeichnung "Jugendherberge" an den Vorwegweisern angebracht. Die Privatklinik Adlerhütte erhält die Bezeichnung "Klinik Adlerhütte" und das Waldschwimmbad wird künftig den Namen "Sommerbad" tragen.
Keine Einwände hatte das Gremium zum Tekturplan von Gottfried Köber, der in Osserich den Milchviehstall entgegen der ursprünglichen Planung nochmals erweitern will.
Die Feststellung der Jahresrechnung 2014 ist für den Marktgemeinderat Wirsberg beschlossene Sache. Sie schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 3 095 094 Euro und im Vermögenshaushalt mit 1 278 406 Euro ab. Darin sind knapp 200 000 Euro an Zuführung vom Vermögenshaushalt und ein Soll-Überschuss von 582 988 Euro enthalten, der fiktiv der Rücklage zugeführt wird.
Wie der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Roland Burghofer (CSU), feststellte, konnte der Schuldenstand im Haushaltsjahr 2014 weiter abgebaut werden. Er betrug zum 31. Dezember 2014 knapp 2,1 Millionen Euro. Es wurden keine wesentlichen Haushaltsüberschreitungen festgestellt und grundsätzlich führte die örtliche Rechnungsprüfung zu keiner Beanstandung.