von unserem Mitarbeiter 
Marc Tussetschläger

Lichtenfels — Andreas Hügerich (SPD) legt vor allem Wert auf Transparenz. Auch im Hinblick auf die Baustelle in der Coburger Straße. "Ich möchte, dass wir gemeinsam die Arbeiten im Herzen unserer Stadt begleiten und zum Erfolg bringen", sagt der Bürgermeister von Lichtenfels.
Stichwort "mitten in der Stadt": Hügerich macht gleich am Anfang darauf aufmerksam, dass die Bushaltestelle in der Stadt seit gestern wieder angefahren wird. "Vor allem für ältere Leute ist das ein ganz wichtiger Punkt." Mobilität spiele hier eine große Rolle.

Bis November fertig

Direkt damit zusammen hängt die Baustelle wenige Meter weiter. Momentan ist die Unterführung der Coburger Straße gesperrt. Bis November soll allerdings alles fertig sein, informiert Jürgen Graßinger vom Stadtbauamt Lichtenfels. "Insgesamt haben wir rund 700 Meter Baulänge. Der Abbruch der Mauer an der Unterführung, der momentan stattfindet, ist dabei der wichtigste Punkt - vor allem wegen der Leitungen."
Deswegen und wegen der eingeschränkten Breite der Baustelle sei es nicht möglich, mit großen Geräten zu hantieren. Graßinger hebt während der Bauarbeiten auch die Toleranz der Anlieger hervor und ist froh, dass er "noch keinen einzigen Anruf deswegen bekommen" hat. Als Dank äußert er die Idee eines Straßenfestes für die Anwohner.
Auf der linken Seite sind inzwischen Versorgungsleitungen gelegt, dazu auch Leerrohre: "Für das Breitbandinternet, das kommen soll", sagt Graßinger. Zurzeit warte man auf das Pflaster. "Mit dem Verlegen der Pflastersteine soll es aber nächsten Freitag oder übernächsten Montag losgehen", sagt er. Verschiedene Arbeiten für bestimmte Leitungen, Beleuchtung, die Sanierung des Pumpwerkes und das Reparieren von anderweitigen Schadstellen folge noch. Schließlich werde die linke Straßenseite noch mit grobem Asphalt präpariert, dann fangen die Bauarbeiten an der rechten Seite an. "In dieser Zeit können die Anwohner dann auf der linken Seite parken beziehungsweise diese, so weit es geht, befahren", sagt Graßinger.

Sensorische Ampel kommt

Neu ist die sensorische Ampel, die in der Nähe der Hirten- und Wöhrdsstraße die Höhe und Breite von den in die Unterführung einfahrenden Fahrzeugen misst. "Durch die künftige Straßenbreite von 5,50 Meter passen keine zwei Busse oder Lkw mehr aneinander vorbei", sagt Graßinger. Auch Auto und Bus dürfen die Unterführung nicht gleichzeitig befahren. Genau dann greift die Ampel. Und nur dann.
"Das ist eine Bedarfsampel. Die ist nicht immer an", stellt Hügerich klar, "der normale Verkehr kommt also durch." Nur wenn eben große Fahrzeuge die Unterführung befahren, schalte sich die Ampel durch vorherige Höhen- und Breitenmessung zu.
Wenn sowohl die linke als auch die rechte Seite der Straße fertig bearbeitet wurden, wird die Unterführung für "zwei bis drei Tage", so Graßinger, komplett gesperrt, um den Asphalt in einem Rutsch aufzutragen. Eine Leitlinie für Sehbehinderte werde es durch taktile Rinnen geben, auch die sogenannte Homburger Kante werde verbaut.

Genehmigung für Stadtstrand

In der anschließenden Sitzung des Bauausschusses wurde unter anderem über eine Nutzungsänderung am Marktplatz debattiert. Der Hof eines Gebäudes soll mit Sand ausgeschüttet werden und eine Freischankfläche entstehen. Nachdem Punkte wie das Einverständnis der Anwohner, die Lärmproblematik und die Befürchtung von zusätzlichen Glasscherben in der Innenstadt besprochen wurden, erfolgte die Genehmigung einstimmig.
Der Bauantrag von Dietmar Kaiser auf die Erweiterung des Schrottplatzes an der Coburger Straße wurde ebenso von allen Mitgliedern getragen.
Genauso wurde die Zustimmung zum Neubau eines Rundbaus der Deutschen Bahn in der Wöhrdstraße gegeben. Hier entstehen aufgrund der ICE-Trasse auch 40 neue Arbeitsplätze auf Dauer.