Die Besucher mussten ums Haus herum gehen, an der Tür hing ein buntgemaltes Schild: "Einladung - Wir sind im Garten", um auf die überaus rüstige Jubilarin zu treffen. Im Partyzelt feierten Verwandte, Nachbarn und Freunde den 90. Geburtstag von Kunigunde Gumbrecht, geborene Nagel, die ob der vielen Besucher etwas aufgeregt war.
Das Licht der Welt erblickte sie "Am Stieglein" in Herzogenaurach und ihre Eltern zogen in die Kellergasse, als sie sechs Jahre alt war. "Das hier ist auch mein Elternhaus", erzählt sie. Gumbrecht arbeitete früher bei Gossen in Erlangen und dort lernte sie auch ihren Helmut aus Niederndorf kennen, der sie 1950 zum Traualtar führte. "Eigentlich hat sie mich kennengelernt", ergänzt er schmunzelnd und auch die Frage, warum das Geburtstagskind noch so rüstig sei, führte er auf seine gute Pflege zurück. "Ich habe halt in meinem Leben viel gearbeitet und das soll ja bekanntlich dazu beitragen, dass man jung bleibt, da blieb auch für Hobbys nicht viel Zeit", beantwortete Kunigunde die Frage.
Da beide bei der Turnerschaft sind, habe sie auch Gymnastik betrieben und bei Veranstaltungen des Vereins auch für Kuchen und Kaffee gesorgt und ihren Mann bei Volksläufen begleitet. Aus der Familie gratulierte Sohn Walter mit seiner Frau und zwei Enkelkindern. Für die Stadt gratulierte Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff, für den Kreis der stellvertretende Landrat Christian Pech. sae