Seubrigshauen — Die Umgestaltung des Dorfplatzes in Seubrigshauen kostet laut Bürgermeister Helmut Blank inklusive Mehrwertsteuer und Ingenieurhonorar pauschaliert rund 715 000 Euro. Umlagefähig sei dabei für die Hauseigentümer die Straße und der Gehweg. "Dabei ist es von den Kosten her gleich, ob der Gehweg geteert oder gepflastert wird", sagte Blank. Da die Straße eine Anliegerstraße sei, werden 80 Prozent der Kosten auf die Hauseigentümer umgelegt. Dies sei vom Gesetzgeber so geregelt.
Auf 160 000 Euro bezifferte Blank die Straßenkosten, ebenfalls 160 000 Euro fallen für die Gehwege an. Ziehe man den 20-prozentigen Anteil der Stadt in Höhe von je 32 000 Euro ab, so blieben für die Anlieger Kosten von 128 000 Euro im Bereich der Straße und 128 000 im Bereich der Gehwege übrig. "Diese Kosten werden dann entsprechend der Quadratmeter- und der Geschosszahl umgelegt", sagte Blank. Bei den verbliebenen Kosten in Höhe von 395 000 Euro gebe das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE) einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent.
"Ich finde es nicht o.k., die Straße als Anliegerstraße zu deklarieren", sagte ein Bürger. "Wir legen das nicht fest", erwiderte Blank und fügte an: "Die Rechtsaufsicht hat festgelegt, dass es sich hier um eine Anliegerstraße handelt."
Ein anderer Bürger bezeichnete es als tragisch, dass nur wenige Anlieger die Hauptlast der Umgestaltung tragen. Für sich selbst sehe er hier keinen Vorteil, auch wenn es für die anderen Seubrigshäuser sicherlich schön sei, einen neuen Dorfplatz zu haben. Diese Meinung wurde von einigen geteilt. Ein anderer Bürger konnte dies nicht verstehen: "Auch andere Anwohner haben die Straße bei sich ohne Murren bezahlt." khb