Schrecklich endete am Samstagnachmittag ein Rentnerausflug in Falkenstein: 13 Verletzte, davon acht schwer, lautet die Bilanz, wie aus einem Bericht der Polizei hervorgeht. Die Senioren saßen auf der Ladefläche eines Anhängers, den ein Traktor zog. Das Anhängergespann kippte in einem Waldstück in der Nähe des Donnersdorfer Gemeindeteils Falkenstein um. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz.
Eigentlich wollte die zwölfköpfige Rentnergruppe aus der Region im Landkreis Schweinfurt nur einen gemütlichen Ausflug auf dem Anhänger eines Traktors unternehmen. Auf offener Ladefläche genossen die Senioren den kühlen Fahrtwind als angenehme Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen. Jedoch kam weder der Fahrer des landwirtschaftlichen Gespanns noch die zwölfköpfige Gruppe an ihrem Ziel an.
In einem Waldstück bei Falkenstein fand die muntere Fahrt am Samstag gegen 17 Uhr ein jähes Ende. Nach den derzeitigen Erkenntnissen wurde ein Hang dem Traktor und Anhänger mit offener Ladefläche zum Verhängnis. Aus bislang ungeklärter Ursache, so die Polizei, kippte das Gespann auf dem Feldweg auf die Seite.
Sofort wurde Großalarm für die Rettungskräfte in der Region ausgelöst, von einem Massenanfall an Verletzten war die Rede. Die Feuerwehren Donnersdorf, Traustadt und Sulzheim rückten ebenso an die Unfallstelle aus wie 15 Fahrzeuge des Rettungsdienstes und zwei Rettungshubschrauber. Sie kümmerten sich um die Versorgung der 13 verletzten Personen. Sowohl die zwölf Fahrgäste des Gespanns im Alter von 60 bis 80 Jahren als auch der 69-jährige Fahrer, der aus dem Landkreis Haßberge kommt, wurden bei dem Unglück verletzt. Nach Polizeiangaben zogen sich acht Personen schwere Verletzungen zu; bei drei von ihnen gelten die Verletzungen als sehr schwer. Eine genauere Auskunft zum aktuellen Gesundheitszustand der Betroffenen sei momentan nicht möglich, teilte die Polizei mit.
Wie es zu dem Unglück auf dem Feldweg mit der Hanglage kommen konnte, weiß bislang noch niemand. Zur Unterstützung der Polizeiinspektion Gerolzhofen, welche mit den polizeilichen Ermittlungen und der Klärung der Unfallursache betraut wurde, kamen zwei Sachverständige an die Unglücksstelle. Der Gesamtschaden beträgt nach derzeitigen Schätzungen rund 5000 Euro. News5/ks/red