B ei der Bund-Naturschutz-Veranstaltung am Mittwochabend in Untersteinbach ging es um viele Details, zum Beispiel um die Bestimmungen, die eine Nationalpark-Verordnung mit sich bringen würde. Kontrovers diskutiert wurde auch über den Abstand von Rückegassen, wie sie für die Holzernte und den Transport der Bäume aus dem Wald erforderlich sind. Liegen sie 15 Meter oder 20 Meter oder 30 Meter nebeneinander? Welche Aussage zu den Abständen hat wer wann und wo bei welcher Gelegenheit getroffen?
Dieses Beispiel nahm ein Redner zum Anlass, um auf ein Grundübel der Diskussion um einen Nationalpark hinzuweisen. "Wir hören einander nicht zu", bedauerte er. Es werde, so lassen sich seine Worte interpretieren, zu viel übereinander und aneinander vorbei geredet statt miteinander. In der Tat: Befürworter und Gegner eines Nationalparks gehören an einen Tisch. Das wäre ein erster Schritt zu einer Konfliktlösung.