von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Trieb — Bei der Hauptversammlung des Kreisverbandes der Europaunion am vergangenen Freitag in der Gaststätte Karolinenhöhe wurde der Vorstand ohne Gegenstimmen wiedergewählt. Monika Hohlmeier (MdEP) führt weiterhin einen Verein, der sich seit mehr als 60 Jahren für ein geeintes, friedliches Europa einsetzt. Mit rund 4700 Mitgliedern ist die Europa-Union Bayern e.V. der stärkste Landesverband in Deutschland.
Auch im kommenden Jahr wird der Verein seiner sozialen Verantwortung gerecht und will drei Schulen im Landkreis Lichtenfels fördern. Darüber hinaus organisiert er einen europäischen Mal- und Kunstwettbewerb an der Jugendliche aus verschiedenen Altersgruppen teilnehmen. Die Siegerehrung und Preisverleihung findet am 21. Juli im Meranier-Gymnasium Lichtenfels statt. Die Vorsitzende gab bekannt, dass jungen Menschen die Möglichkeit gegeben wird, ihren Europaabgeordneten in Brüssel zu besuchen. Unter dem Motto. "Triff deinen Abgeordneten", sollen Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren einen Einblick in die europäische Politik bekommen.

Gute Gründe

Der IHK-Präsident schlug eine Bresche für die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit den USA (TTIP). Es gebe gute Gründe dafür. So werden ein Wachstum des transatlantischen Handels und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen erwartet.
Zusammenfassend sagte der Präsident: "Was im Getöse der Kritiker oft untergeht: Hinter TTP verbergen sich große Chancen gerade für Deutschland und Oberfranken". Die Bevölkerung der europäischen Nationen werde bis zur Mitte dieses Jahrhunderts auf sieben Prozent der Menschheit absinken. Damit sinke der Anteil der Europäer an der globalen Wertschöpfung auf zehn Prozent. Obwohl es der deutschen Wirtschaft vergleichsweise gut gehe, müsse man sich auf neue Wirtschaftsmächte außerhalb Europas einstellen.

Noch keine Beschlüsse

Monika Hohlmeier stellte fest, dass bisher vom Europäischen Parlament zu dem Abkommen keine Beschlüsse gefasst worden seien. Daher könne nicht von Informationsdefiziten gesprochen werden: "Amerika ist die Zukunft für uns." Sie gab zu bedenken, dass sich das Pro-Russische und das Anti-Amerikanische Denken in den letzten Jahren umgekehrt habe. Die Angst vor ITTP werde von ihren Gegnern und verantwortungslosen Medien geschürt. Die Argumente entbehrten jeglicher Grundlage, so Hohlmeier weiter.
Ein Großhandelsunternehmer für Daunen und Federn aus Zapfendorf erläuterte den Handel mit Ungarn, der riesige Bürokratische Hürden überwinden müsse. Josef Breunlein, Vorsitzender des Zentrum Europäischer Flechtkultur Lichtenfels, erkundigte sich nach negativen Auswirkungen des Abkommens. Trunk stellte fest, dass es dabei auch Verlierer geben würde. Er nannte planwirtschaftlich ausgerichtete Unternehmungen wie die Bereiche Zucker oder Tabak. Mehr Transparenz forderte ein Wirtschaftsberater aus Hof. Hohlmeier hielt dagegen, dass alle Beschlüsse der EU-Kommission im Internet stünden. Bedenken hatte Ronald Kaiser, wegen der Einfuhr von genetisch behandelten Waren aus Amerika. Diese Sorge teilte die Europaabgeordnete nicht: "Alle Produkte die wir einführen müssen kontrolliert genfrei sein".