von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Höchstadt — Die angesagten "historischen Sportspiele" am Samstag der Kellerberg-Kerwa hatten unter der sengenden Hitze zu leiden. Ausgerechnet um die Mittagszeit hatte Axel Geier und seine Kickboxabteilung im TSV dazu alle Höchstadter Vereine eingeladen. Die starken Männer vom TSV blieben jedoch mehr oder weniger unter sich. Dabei war allein schon das Zuschauen vergnüglich.
Zu sehen, wie sich die Herren beim Tauziehen mit 40 Kilogramm Gewicht, beim Fässla-Hochwurf oder beim Maßkrug-Schieben ins Zeug legten, war Unterhaltung pur. Der Höhepunkt des Spaßwettbewerbs fand dann allerdings im kühlen Kellerhaus von Höchstadts Dritter Bürgermeisterin Irene Häusler (JL)statt: Fingerhakeln. Ein Sport, den man aus Oberbayern kennt. Das Fingerhakeln habe man zu Ehren des vor zehn Jahren verstorbenen Vaters von Irene Häusler, Franz Gehr, angesetzt, erklärte Axel Geier. Gehr sei "ein großer Fingerhakler" gewesen. Tochter Irene konnte das bestätigen. Sie legte den Kickboxern sogar historische Fotos von verschiedenen Aktionen ihres Vaters vor und sie wusste um die Regeln genau Bescheid.
Die Besucher, die am Mittag vermisst wurden, kamen dann am Abend in Scharen.