von unserem Mitarbeiter Günther Geiling

Ebelsbach — Der Gewässerentwicklungsplan zielt für den Ebelsbach auf eine bessere Durchgängigkeit für die Fische. Ein bestehendes Wehr ist über zwei Meter hoch. Damit die Tierwelt das Hindernis überwinden kann, soll ein Umgehungsgerinne Richtung Kleingartenanlage gebaut werden. Die Umbaukosten sind derzeit mit 30 000 bis 50 000 Euro veranschlagt. Das Vorhaben soll mit Hilfe des Landkreises finanziert werden. Der Finanzvereinbarung mit dem Landkreis Haßberge stimmte der Gemeinderat zu.
Bürgermeister Walter Ziegler (BNL) teilte mit, dass die Gemeinde eigentlich für das Gewässer die alleinige Unterhaltspflicht habe. Es bestehe aber die Möglichkeit, das Vorhaben über das Landratsamt und den Bayerischen Naturschutzfonds zu finanzieren. 30 000 Euro stehen in Aussicht. Hedi Kraft fand das ein bisschen unsicher; angesichts der möglichen Kosten von 50 000 Euro sollte die Gemeinde vielleicht abwarten, bis das Landratsamt höher bezuschussen könnte. Im Vorfeld hat die Gemeinde bereits Baumfällarbeiten übernommen. Ziegler sprach sich dafür aus, die Gelegenheit beim Schopf zu packen.

Vernünftiger Schutz ist nötig

Einen Antrag auf "Ersatzbeschaffung von Schutzanzügen" hatte die Feuerwehr Ebelsbach gestellt. Kommandant Christian Glückert erläuterte, dass die Anzüge nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen entsprechen. Inzwischen gibt es Schutzkleidung aus einer Faser, die bis zu 40 Prozent hitzefest und 60-prozentig hochstabil (Aramid) ist; noch dazu ist sie leichter und angenehmer zu tragen, ferner wasserdicht und atmungsaktiv. Ein Anzug kommt auf 1100 Euro, schlussendlich sind wohl an die 50 nötig. Die Gemeinderäte debattierten ausführlich. Für die Ebelsbacher mit ihren durchschnittlich 65 Einsätzen im Jahr wurden die Anzüge als notwendig angesehen. Florian Mayer verwies darauf, dass die Ebelsbacher Wehrleute ihren Beitrag zum Schuhwerk leisten. Walter Ziegler will in den nächsten zwei Jahren zumindest die Atemschutzträger ausgerüstet sehen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, in den Haushalt 2015 erst einmal 20 000 Euro einzustellen, wenn es der Finanzrahmen hergibt.
Die Gemeinderäte brachten noch viele Anfragen auf den Tisch, etwa die Auswirkungen des Mindestlohns in der Gemeinde (Michaela Eisenacher). Alexander Käb, Rudendorf, fragte nach einer Bürgerversammlung in seinem Ort, zumal es dort bald mit dem Kanalbau losgeht; welchen Fortschritt macht der Ausbau der Staatsstraße, fragte er auch. Fragen zum Gewerbegebiet Elt-Auen und dem ehemaligen Schloss Rotenhan in Ebelsbach verwies Bürgermeister Walter Ziegler in den nichtöffentlichen Teil. Zur Sprache kam zudem das immer drängender werdende Biberproblem oberhalb von Gleisenau (Christian Zehendner) sowie das geplante Golfhotel in Steinbach - Hedi Kraft erfuhr auf ihre Anfrage, dass das Projekt erst den Mitgliedern des Golfclubs vorgestellt wird; vor Beginn der Planung soll es ein Abstimmungsgespräch mit der Gemeinde geben.