Festlich wurde die Kinderkrippe der katholischen Kindertagesstätte offiziell eingeweiht. Viele Vertreter des öffentlichen Lebens, Ehrengäste und vor allen Dingen Eltern waren mit dabei, als Pfarrer Michael Schüpferling diese Einrichtung unter den Segen Gottes stellte.
Ein feierlicher Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Michael, den die Kinder mitgestalten durften, ging dem Festtag voraus. Anschließend zogen alle Kirchenbesucher und Ehrengäste, die Kinder mit ihrer Leiterin Bianca Herbst und ihren Erzieherinnen unter den Klängen der Blaskapelle zur Kindertagesstätte.


600 000 Euro vom Freistaat

Dort freute sich Bürgermeister Jochen Partheymüller darüber, dass auch Schwester Antonina gekommen war, die zwölf Jahre in der Kindertagesstätte Marktgraitz segensreich wirkte. Bürgermeister Partheymüller bezifferte die Baukosten mit gut 600 000 Euro, wozu der Freistaat Bayern einen Zuschuss von knapp 350 000 Euro gewährt, das Erzbischöfliche Ordinariat sich mit 64 000 Euro beteiligte und der Markt Marktgraitz Mittel in Höhe von knapp 190 000 Euro aufgebracht habe. Hinsichtlich der Kinder- und Kleinkinderbetreuung sei der Markt Marktgraitz jetzt gut aufgestellte. Ihm war es zudem eine Freude, dass er von den Firmen eine Spende in Höhe von 1000 Euro für die Kinderkrippe an Dekan Michael Schüpferling überreichen durfte.


Wende bei den Kinderzahlen

"An Gottes Segen ist alles gelegen" - mit diesen prägnanten Worten leitete Pfarrer Michael Schüpferling seine Ansprache ein. "Unsere Einrichtung kann sich sehen lassen."
Er erinnerte daran, dass die Kinderzahl vor zehn Jahren einmal abgenommen hätte, so dass eine Reduzierung des Personals die Folge gewesen sei; glücklicherweise habe jedoch ab 2010 eine Wende eingesetzt und aufgrund deutlich steigernder Kinderzahlen wurde die Turnhalle als dritter Gruppenraum eingerichtet.
Schließlich einigten sich der Markt mit der Kirchenverwaltung, dem Landratsamt und dem Erzbischöflichen Ordinariat darauf, einen Neubau in Verbindung zur bestehenden Einrichtung in Angriff zu nehmen. Die immer anspruchsvoller werdende Geschäftsführung wurde bereits ab September 2015 der Verwaltung des HPZ von Lichtenfels übertragen, so dass dies nicht mehr vom Kirchenpfleger, der Kindergartenleitung und dem Pfarrbüro erledigt werden müsse. Anschließend stellte Schüpferling die neue Räumlichkeiten der Kindertagesstätte unter den Segen Gottes.
Kindergartenleiterin Bianca Herbst wünschte sich, dass sich alle Kinder in der Einrichtung wohlfühlten und die Erzieherinnen dazu beitragen könnten, dass sich die Mädchen und Buben entwickeln und entfalten. Der Elternbeirat war es dann, der eine Spende in Höhe von 150 Euro für die Kindertagesstätte übergab.
Trotz ihrer neuen Wirkungsstätte in Eichstätt hatte auch die ehemalige Kindergartenleiterin, Schwester Antonina, die zwölf Jahre ihrer Tätigkeit in Marktgraitz nicht vergessen. Auch Bürgermeister Jochen Partheymüller verriet, dass er in dieser Zeit einer ihrer Schützlinge war, und der Wunsch der Ortsschwester war es, dass diese Kindertagesstätte weiterhin von Liebe, Frieden und Geborgenheit geprägt sein möge.
Alle fühlten sich dann in der neuen Umgebung recht wohl, wobei viele die Möglichkeit nutzten, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen, während die Kinder die Spielmöglichkeiten reichlich nutzten.