Die Quadratur des Kreises gehört zu den populärsten Problemen der Mathematik. Ein ähnlich kniffliges Problem stellt die barrierefreie Erschließung von Schloss Aschach dar.
Fast 500 000 Euro will der Bezirk Unterfranken investieren, um das historische Gebäude hoch über der Fränkischen Saale auch Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen. Das hat der Bau- und Umweltausschuss auf seiner Sitzung einstimmig so beschlossen. Der Architekt Klaus-Jürgen Edelhäuser, der den Bezirksräten seine Planungen vorstellte, bekam dennoch mit auf den Weg, eine Alternative für den Außenaufzug zu suchen.


Große Bedeutung der Inklusion

Das vorgelegte Konzept sieht zum einen den Bau eines Aufzugs im Bereich der Außentreppe vor, der bis auf die Höhe des Haupteingangs führen soll, und zum anderen einen weiteren Aufzug über alle Etagen im Innern des Gebäudes. Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer sollen so jeden Teil des Museums erreichen können. Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel erinnerte in diesem Zusammenhang an die große Bedeutung der Inklusion für den Bezirk Unterfranken.
Andererseits ist Schloss Aschach ein weit über die unterfränkischen Grenzen hinaus bekanntes historisch bedeutendes Bauwerk, dessen Charakter für die Nachwelt erhalten werden müsse. Architekt Edelhäuser legte in seinem Konzept deshalb großen Wert darauf, die Aufzüge möglichst unauffällig in das alte Gemäuer zu integrieren.


Filigranere Lösung gewünscht

Mit dem Landesamt für Denkmalpflege seien seine Pläne bereits grundsätzlich abgestimmt, wie er betonte. Bei dem innenliegenden Lift könne man den Aufzugsschacht so weit in die Mauer versenken, dass die Wände daneben ihre Anmutung behalten. Für Diskussionsstoff sorgte der Lift an der Außenseite, dessen Glasverkleidung nach Ansicht der Bezirkstagsmitglieder allzu wuchtig sei. Sie wünschten sich eine filigranere Lösung - soweit möglich. red