von unserem Redaktionsmitglied 
Tobias Schneider

Höchstadt — Die Alligators vom Saisonbeginn sind Geschichte und zeigen nun ein ganz anderes Gesicht: Das bekam der EC Pfaffenhofen in der Eishockey-Bayernliga zu spüren.

Höchstadter EC -
EC Pfaffenhofen 6:2
Weil Pfaffenhofen mit zwei Kleinbussen anreiste, einer davon aber im Stau stecken geblieben war, begann die Partie mit zehnminütiger Verspätung. Anmerken ließen es sich die Gäste aber nicht und spielten ordentlich mit, besonders in Überzahl wurde es hin und wieder gefährlich. Für den ersten Aufreger sorgte aber Spielertrainer Daniel Jun, der mit einer Doppelchance scheiterte (5.). Und dann hätten sogar die Pfaffenhofener in Führung gehen können, als Andre Lenk auf der Strafbank schmorte. HEC-Keeper Fous war aber zur Stelle (8.). In der 11. Minute zappelte der Puck dann aber im Netz: Jun setzte Daniel Sikorski in Szene, der stramme Schuss des Routiniers schlug im Winkel zur 1:0-Führung ein. Pfaffenhofen reagierte, indem es direkt darauf eine dumme Zwei-Minuten-Strafe zog. Und die Alligators zeigten sich wieder eiskalt: Diesmal tankte sich Andre Lenk mit einer Einzelaktion durch und erhöhte auf 2:0 (13.). Die letzten Minuten des Abschnitts waren von Unterbrechungen geprägt, mit Strafzeiten auf beiden Seiten, aber ohne weiteres Tor.
Mit Beginn des zweiten Drittels produzierte Pfaffenhofen gleich wieder eine Strafzeit. So dauerte es nur etwas mehr als 60 Sekunden, ehe Ales Kreuzer im Powerplay auf 3:0 erhöhte. Wiederum nur eine knappe Minute später fischte Weiner die Hartgummi-Scheibe erneut aus seinem Kasten. Lenk erzielte per Direktabnahme sein zweites Tor zum 4:0 (24.), dies bedeutete schon eine kleine Vorentscheidung. Auch eine doppelte Überzahlsituation zur Mitte des Drittels - Andre Lenk und Marco Pronath saßen draußen - konnte Pfaffenhofen nicht für sein erstes Tor nutzen. 14 Sekunden vor Drittelende legte Kreuzer noch das 5:0 (40.) nach. Damit war klar, dass Pfaffenhofen für den Schlussabschnitt eigentlich nur noch Schadensbegrenzung übrig blieb. Das gelang zunächst Tahdel mit dem 1:5 in Überzahl (53.), auch, weil Höchstadt zuvor etliche Chancen liegen gelassen hatte. Doch Philipp Seelmann beantwortete das erste Gegentor postwendend mit dem 6:1 (55.). Kurz vor Schluss verkürzten die Gäste durch Schuster noch auf 2:6 (59.). Das war's.
Am Sonntag (18 Uhr) steht die Reise nach Geretsried an.