von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Kutzenberg — "Endlich Geld verdienen", dieser Stoßseufzer kam von Herzen. Bei der gestrigen Examens-Abschlussfeier der Berufsfachschule für Krankenpflege am Bezirksklinikum Kutzenberg hatte von 19 Absolventen nur eine die mündliche Prüfung verpatzt. Der Rest bestand in der schriftlichen mit der Durchschnittsnote 3,05, mündlich 2,5 und praktisch 2,1.
Alle finden in den Häusern in Kutzenberg oder anderen Einrichtungen in Oberfranken einen Arbeitsplatz. Bezirkstagspräsident Günther Denzler bezeichnete als wichtigste Aufgabe der Krankenschwestern und Krankenpfleger die professionelle Arbeit und: "Sie sollen kranken Menschen Mut machen", wünscht er sich.
Die Absolventen müssten sich ihrer großen Verantwortung bewusst sein, da kaum ein anderer Beruf so nah am Menschen sei. Der Bezirk lege großen Wert auf die Qualität der Ausbildung, die er in Kutzenberg bei einer guten und persönlichen Atmosphäre gesichert sieht. "Den Wettbewerb mit den Privaten brauchen wir nicht zu scheuen", sagte er.
Prüfungsvorsitzender Leitender Medizinaldirektor an der Regierung von Oberfranken, Reinhard Schuberth, unterstrich die gute Zusammenarbeit seines Hauses mit der Schule. Den Absolventen schärfte er ein, sich durch Fortbildung den geänderten Lebensbedingungen anzupassen. Auf dem Fundament der Ausbildung könnten sie nun aufbauen und das Gelernte in die Praxis umsetzen.
Schulleiter Pankraz Hennemann hob das außergewöhnliche Engagement der Schülerinnen und Schüler während der dreijährigen Ausbildung hervor. Die praktische Ausbildung habe durch Außeneinsätze in Kliniken in Coburg und Lichtenfels bei der BRK-Sozialstation und in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Neurologie des Bezirksklinikums Bayreuth ein besonderes Gewicht erhalten. Die Vertreterinnen des Kurses Carolin Bäz-Dölle und Stephanie Walther zeigten einen Power-Point-Show mit zahlreichen Spots und Fotos von der Ausbildungszeit. Lehrer, Ärzte und Ausbilder erhielten Geschenke, die sie aus der Klassenkasse finanziert hatten. Die Jahrgangsbesten Svetlana Hardt und Sophia Franz wurden vom Bezirkstagspräsidenten mit einem Buchgeschenk bedacht.