59 Auszubildende durften bei einer Feierstunde im Haus des Handwerks ihre Gesellenbriefe entgegennehmen. "Brennen Sie für Ihr Handwerk und bleiben Sie unserem Wirtschaftsbereich treu", rief der Präsident der Handwerkskammer Oberfranken, Thomas Zimmer, den erfolgreichen Prüflingen zu. Die Freisprechung nahm Kreishandwerksmeister Günther Stenglein vor.
Die meisten Prüflinge stellte das Schreinerhandwerk mit 16, gefolgt von den Fachverkäufern und Fleischern mit jeweils sieben. Auffallend: Bei den Maurern und Hochbaufacharbeiter stellten sich nur drei Personen der Prüfung - und nur einer von ihnen bestand sie.
"Sie haben das erste Ziel in Ihrer beruflichen Karriere erreicht. Das oberfränkische Handwerk ist stolz auf Sie", sagte Thomas Zimmer. Er machte deutlich, dass das Handwerk mit über einer Million Unternehmen und mehr als fünf Millionen Beschäftigten einer der größten Wirtschaftsbereiche in Deutschland ist.
"Made in Germany" sei immer noch ein Qualitätsbegriff. Der gute Ruf Deutschlands gründe sich aber auch auf die hohe Qualifikation und Leistung der Mitarbeiter in den Unternehmen, so der Präsident. "Eine Ausbildung im Handwerk ist attraktiv. Denn Handwerker können etwas." Mit dem weltweit anerkannten Gesellenbrief könne man sich zum Meister weiterbilden oder auch ohne Abitur studieren.
Die Wirtschaft braucht nach Ansicht von Thomas Zimmer Vorbilder: "Coole Handwerker, die man bewundert, die Ausstrahlung haben und bei denen man neugierig wird, was sie machen. Und junge Menschen, die zu ihrem Beruf stehen und ihn stolz und selbstbewusst präsentieren."
Kreisrat Hans Schwender und Bürgermeister Frank Wilzok gaben den frisch gebackenen Gesellen zu verstehen, dass alle Türen für sie offen stehen.
Den Dank der Prüflinge sprach Dennis Täuber aus, für die Musik sorgte das Blechbläserensemble Quintessenz. Rei.