Eltmann — Während gestern viele junge Leute ihre Ausbildung begannen, beging Zimmermann Alfons Geheb am Wochenende bei der Zimmerei Ludwig Müller in Eltmann sein 25. Betriebs- und Berufsjubiläum. Zu diesem Anlass traf sich die gesamte Belegschaft mit Partnern beim Chef in der Laube zum gemeinsamen Essen. "Den Bub nehm ich sofort, wenn er Zimmermann werden will", habe er zu Alfons Gehebs Vater gesagt, erinnerte sich Ludwig Müller in seiner "Laudatio". Der kleine Alfons kam nämlich regelmäßig mit Fahrrad und Anhänger aus Limbach in die Zimmerei nach Eltmann, um für die Hühner und Enten Hobelspäne als Einstreu zu holen. "Und dann hat er gleich noch - ohne zu fragen - die ganze Werkstatt gekehrt."
Solche Leute kann man brauchen auf dem Bau. So freute sich Zimmerermeister Müller, als Alfons Auszubildender wurde. Und auch Alfons war froh über die Lehrstelle, denn die waren vor 25 Jahren anders als heute noch echte Mangelware. Offenbar haben Beruf und Betriebsklima gut gepasst, sonst wäre Alfons Geheb nicht so lange geblieben. Nur ein ehemaliger Auszubildender hat die Firma wieder verlassen, "allerdings aus gesundheitlichen Gründen". red