Aisch — "Der Tradition verbunden, der Gemeinschaft verpflichtet", so lautet das Motto des Aischer Krieger- und Soldatenvereins. Und dieses lebt der Verein wie wenige andere. "Insgesamt 17 Aktivitäten haben wir in den vergangenen zwölf Monaten auf die Beine gestellt", berichtete Vorsitzender Ralf Olmesdahl im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Scharold in Aisch.
Als wichtigste Veranstaltungen im Jahreskalender nannte Olmesdahl die große Friedenswallfahrt nach Vierzehnheiligen sowie die Gedenkfeier zum Volkstrauertag mit Kranzniederlegung am vereinseigenen Kriegerdenkmal. "Dabei feuern wir traditionell drei Böllerschüsse aus unserer Kanone ab", erklärt Olmesdahl den Ablauf der Feierlichkeiten, die musikalisch von den Adelsdorfer Musikanten umrahmt wurden.


Elf neue Mitglieder

Grundsätzlich sieht sich der Verein, der 1883 gegründet wurde, in der Pflicht, mit seinem Programm einen Beitrag zur Gesellschaftspolitik in der Gemeinde zu leisten. Das aktive Vereinsleben und gesellige Miteinander betrachtet die Vorstandschaft auch als ihr Erfolgsrezept. Anders als viele andere Organisationen hat der Kriegerverein nämlich nicht mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Insgesamt elf neue Mitglieder traten 2015 bei. Mit 157 Vereinszugehörigen sei der Verein zudem der zweitgrößte im Kreisverband des Bayerischen Soldatenbundes, so Olmesdahl, der auch als Kreis- und Bezirksgeschäftsführer fungiert. "Unser Altersspektrum reicht von 19 bis 91 Jahren", sagt er stolz. Auch vier Kriegsveteranen befänden sich unter den Mitgliedern.
Im Rahmen der Hauptversammlung ehrte man nun besonders langjährige Vereinsangehörige. Einer von ihnen ist Reinhard Lay. Er ist 1975 mit 21 Jahren eingetreten. "Schon mein Vater war Fahnenträger. Ich habe das Amt dann übernommen", erklärt er die Familientradition. Ihm sei es wichtig, das Bewusstsein für Krieg und Vertreibung aufrechtzuerhalten und nachfolgende Generationen für dieses Thema zu sensibilisieren.
Lange Jahre war Lay als Kassier in der Vorstandschaft aktiv. Inzwischen hat seine Frau Gerlinde dieses Amt übernommen. Sie berichtete den 32 anwesenden Mitgliedern über die überaus positive Finanzlage des Vereins. Für stolze 50 Jahre im Kriegerverein wurde Helmut Lay aus Uttstadt geehrt. Seit 2012 ist der langjährige Vereinsvorsitzende nun Ehrenvorsitzender und sogar Träger der Ehrennadel des Ministerpräsidenten für seine ehrenamtlichen Verdienste.
Mit Einführung der Regelung, auch Frauen im Verein zuzulassen, hat er während seiner Amtszeit einen entscheidenden Schritt nach vorn getan. 22 Frauen gehören dem Verein heute immerhin an.
Im internen Vereinsausschuss engagiert sich Helmut Lay auch weiterhin. Genau wie alle anderen Geehrten erhielt auch er aus den Händen des Vorsitzenden Ehrennadel und Urkunde.
Ausgezeichnet wurden für zehn Jahre: Martina Klemm und Martin Lay
20 Jahre: Frank Mader und Peter Stark
30 Jahre: Walter Schröder und Manfred Zöbelein
40 Jahre: Alfred Gugel, Fritz Kratz, Reinhard Lay, Hans Mönius, Reinhard Neukam und Manfred Roppelt
50 Jahre: Hans Heumann, Helmut Lay und Josef Sander mle