von unserem Redaktionsmitglied 
Jutta Behr-GRoh

Bamberg — Kurz nach 17 Uhr kam die Entwarnung, fast zeitgleich aus dem Bamberger Rathaus und vom Polizeipräsidium Oberfranken: "Lage unter Kontrolle." Die Löscharbeiten auf dem Gelände der Kaiserdom-Brauerei im Stadtteil Gaustadt, wo am frühen Nachmittag ein Feuer ausgebrochen war, dauerten zu diesem Zeitpunkt jedoch an. Sie waren auch bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet.

Alarm um 14.45 Uhr

Die Brandfahnder der Kriminalpolizei nahmen noch am Dienstagabend die Suche nach der Ursache des Feuers auf. Bislang ist nur bekannt, dass es kurz vor 14.45 Uhr in einer Halle auf dem Firmengelände an der Breitäckerstraße ausgebrochen ist: Um diese Zeit war in der Einsatzzentrale die erste Mitteilung über einen Brand auf dem Kaiserdom-Gelände eingegangen.
Wenig später stiegen schwarze Rauchschwaden weithin sichtbar auf. Zudem kündete das Sondersignal ungezählter Einsatzfahrzeuge, die mit Blaulicht in Richtung Gaustadter Hauptstraße fuhren, von einem Großeinsatz der Rettungskräfte in diesem Stadtteil.

Schiffe mussten warten

Die Rauchentwicklung war zeitweise so enorm, dass die Polizei die Bevölkerung über Rundfunkdurchsagen aufforderte, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Sogar die Personenschifffahrt auf dem linken Regnitzarm war wegen der Sichtbehinderungen durch den Rauch vorübergehend eingestellt worden.
Nicht beeinträchtigt war dem Vernehmen nach der Betrieb im Gaustadter Freibad. Weil es Luftlinie nicht weit von dem Brauereigelände entfernt liegt und am schwülheißen Dienstag Nachmittag gutbesucht war, hatte die Stadt die Bad-Verantwortlichen vorsorglich über den Großbrand informiert.
Das Feuer brach in einem Gebäude aus, in dem nach Polizeiangaben mehrere Kunststoffcontainer standen. Von dort griffen die Flammen dann auf eine benachbarte Halle über, in der Kartonagen - wohl Verpackungsmaterial für den Vertrieb - gelagert waren.

Keine Schwerverletzten

Glück im Unglück ist, dass es keine Schwerverletzten oder gar Toten gibt. Acht Mitarbeiter des Gaustadter Familienunternehmens erlitten Rauchvergiftungen laut Alexander Czech, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Oberfranken.
Drei der Brauerei-Beschäftigten seien eher vorsorglich vom Rettungsdienst ins Klinikum gebracht worden.Die fünf anderen verletzten Mitarbeiter der Gaustadter Brauerei Kaiserdom konnten von den Rettungskräften allerdings ambulant versorgt werden.