Kreis Kronach — In der Schach-Bezirksliga führt die SG Sonneberg die Tabelle weiterhin ohne Niederlage an. Im Kreisderby zwischen den Schachfreunden Windheim und dem Kronacher SK II gab es keinen Sieger.

SF Windheim -
Kronacher SK II 4:4

Wenn am Ende des Tages acht Remisen in der Ergebniskarte stehen, könnte man an eine Absprache denken. Dabei war nach drei Stunden noch keine Partie zu Ende. Es wurde um jeden Fußbreit Boden gerungen, man schenkte sich nichts. So sieht wohl der Abstiegsk(r)ampf aus.
Es gelang keinem der 16 Akteure, aus leichteren Vorteilen den ganzen Punkt zu erzielen. Zwar sah es an manchem Brett so aus, als würde die Partie zu einer Seite kippen, aber am Ende war es doch wieder Remis.
Alexandra Büttner stand im Doppelturm-Endspiel aktiver, sah aber gegen Nico Herpich keinen Gewinnweg. Lukas Kolbeck gelang es, den Anzugsvorteil von Thomas Kleinschmidt wettzumachen; er kam mit seinem Angriff jedoch nicht durch. André Vetter eroberte im Angriff einen Bauern und verlor ihn postwendend im Gegenangriff von Nexhmi Skarra. Markus Bergmann schaffte es zu keinem Zeitpunkt Gegenspiel zu kreieren und bekam nur dadurch einen halben Punkt geschenkt, dass Peter Kratofil keine siegbringende Variante entdeckte.
Michael Zenetti opferte gegen Dieter Seidel bereits frühzeitig Material für Angriff, doch mehr als eine Zugwiederholung war nicht möglich. Oliver Christof hatte im Springerendspiel einen Bauern weniger, hielt den Bauern von Rudi Lieb aber frühzeitig vom Durchmarsch ab, so dass auch hier die Punkteteilung die Folge war.
Martin Büttner schaffte es, ein Loch in die Deckung von Hans Blinzler zu schlagen. Er konnte es nach einigen Abtäuschen aber nicht ausnutzen. Hakan Düzardic gelang es im Turmendspiel nicht, seinen Mehrbauern gegen Frank Baumgärtner entscheidend in Szene zu setzen.
Ergebnisse: Düzardic - Baumgärtner remis, M. Büttner - Blinzler remis, Christof - Lieb remis, Zenetti - Seidel remis, Bergmann - Kratofil remis, Vetter - Skarra remis, Kolbeck - Kleinschmidt remis, A. Büttner - Herpich remis.

Der Abstieg droht

Damit müsste für beide Teams schon ein kleines Wunder geschehen, wenn der Gang in die Kreisoberliga vermieden werden soll. Zumindest gibt der Umstand Anlass zur Hoffnung, dass Windheim zum ersten Mal mit acht Spielern antrat. mb/hn